Montag, 11. März 2019

Golden Bay

Nach den gestrigen Anstrengungen stand heute erstmal nur leichte Kost auf dem Programm. Wir wollten insgesamt nur 80 km bewältigen und suchten uns ein paar entspannte Zwischenstopps dazu raus.

Los ging's in 'The Grove' - ein kleiner Rundgang durch ein Naturschutzgebiet, das direkt an Weideland angrenzt...und doch eine andere Welt ist! Man läuft einen kleinen Pfad hinein und meint plötzlich man sei in Jurassic Park gelandet. Rundherum befinden sich nur noch Palmen, Lianen, mossbewachsene Boulder und schmale Felsspalten. Wirklich verrückt, was sich hier für verschiedene Landschaften innerhalb von ein paar hundert Metern entwickeln.

Nur ein paar Fahrminuten weiter gabs dieses Phänomen gleich nochmal. Direkt neben einem Recyclinghof entdeckten wir die Labyrinth Rocks, die wir zuvor in keinem Reiseführer gesehen hatten. Das "Closed due to fire danger"-Schild wurde freundlicherweise von einem gerade hinzukommenden Einheimischen entfernt, so dass wir uns mal wieder ins Abenteuer stürzen konnten. Zum Glück hatten wir die Karte am Eingang fotografiert, denn dahinter lag tatsächlich ein ganz schön verweigtes Labyrinth aus Kalksteinformationen. Zudem waren überall unzählige kleine Spielfiguren in den Nischen platziert, so dass wir skurrilerweise zwischen Woody aus Toy Story, Olaf dem Schneemann und Ronald McDonald durch schmale Schluchten klettern mussten. Auf jeden Fall wars ein riesen Spaß, wenn auch manchmal ganz schön eng, mit Lara in der Kraxe auf meinem Rücken.

Nach einer kleinen Mittagspause stand dann schon unser letzter Zwischenstopp auf dem Programm. Erneut nur 10 Minuten Fahrt entfernt, befanden sich nämlich die Pupu Springs, deren vollständigen Namen ich euch erspare. Das sind wohl - laut den Infotafeln - die klarsten Quellen auf der Welt und gleichzeitig die Größten auf dem Australischen Kontinent. Tatsächlich war der große See, in dem das Wasser hervorsprudelte, absolut glasklar. Leider durfte man weder reinspringen, noch reinfassen, da es sich um eine heilige Maori-Quelle handelt. Von einem kleinen Steg aus hatte man trotzdem einen schönen Blick darauf und sah in einem Seitenarm sogar den Sand vom sprudelnden Wasser am Boden tanzen.

Gegen 15 Uhr erreichten wir dann auch schon unseren Freedom Campingspot direkt am Meer, wo sich Meli nochmals eine Runde aufs Ohr haute und ich mit Lara eine Runde spielte und am Strand spazieren ging.

Für morgen haben wir dann wieder etwas mehr geplant, weshalb wir uns zeitig aufs Ohr hauen werden.