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Dienstag, 12. März 2019

1 Jahr Lara und der dramatische Wharariki Beach

1 Jahr alt ist unsere kleine Maus jetzt schon! Hier sogar schon 12 Stunden früher, als sie es in Deutschland geworden wäre. Grund genug ein bisschen zu feiern, aber dazu später mehr.

Los ging es nämlich mit dem einsamen, wilden und wundervollen Wharariki Beach. Dieser Strand befindet sich im äußersten Norden der Südinsel und da er sich am besten bei Ebbe erkunden lässt, hieß es früh losfahren. Um 9 Uhr waren wir dann schon da und kletterten über ein paar Hügel und Dünen auf den riesigen feinsandigen Strand, wo wir die ersten Felsen und Aushöhlungen erkundeten, für die der Strand so bekannt ist. Es dauerte nicht lange, bis wir die ersten Robben mit ihren Babys entdeckten und nach der nächsten Biegung fanden wir dann einen Pool, in dem die kleinen wild herumschwammen und spielten. Dem süßen Schauspiel widmeten wir bestimmt eine viertel Stunde, bis wir uns wieder losreißen konnten. So wanderten wir weiter den Strand entlang und beschlossen am Ende einen alternativen Rückweg über das Inland zu wählen.

Hier kommt jetzt der dramatische Teil aus der Überschrift ins Spiel: Als ich von dem kleinen Pfad aus nämlich noch ein paar Drohnen-Aufnahmen machte, liefen Meli und Lara schonmal voraus. Im Versuch sie wieder einzuholen, kam ich irgendwo vom Weg ab und schlug mich über Hügel und Wälder schließlich bis zum Parkplatz durch, wo Meli und Lara jedoch nie angekommen waren! Ich beschloss also den ganzen Weg nochmals abzulaufen, um zu schauen wo sie geblieben sind...doch auch eine weitere Runde brachte keinen Erfolg. Zwischenzeitlich war fast eine Stunde vergangen und die beiden hätten längst am Parkplatz angekommen sein müssen. Ich informierte und befragte zwischenzeitlich alle Touristen, aber keiner hatte die beiden gesehen. Erst als ich schon fast dabei war Suchtrupps zusammen zu stellen und die Polizei zu verständigen, entdeckte eine andere Touristin Meli am Horizont herannahen! Nachdem ich völlig außer Atem hingeeilt war, stellte sich heraus, dass beide wohlauf waren. Was war passiert? Meli hatte kurz nachdem wir uns getrennt hatten hinter einer Biegung am richtigen Weg beschlossen auf mich zu warten...dummerweise verpasste ich diese Biegung jedoch. Und so wartete und wartete sie ewig, in dem Glauben, dass ich immer noch Fotos schieße, während ich schon panisch nach meinen Mädels suchte. Erst als Meli mich bei meiner Suche aus der Ferne am Horizont sah, lief sie zurück zum Parkplatz, wo wir uns schließlich trafen. Was für eine Aufregung!!!

Nach dem ganzen Stress war uns die Lust an einer zweiten angedachten Wanderung vergangen und so beschlossen wir lediglich zum Aussichtspunkt am 'Cape Farewell' - dem tatsächlich nördlichsten Punkt der Südinsel - zu fahren. Lara hat das ganze übrigens nichts ausgemacht, weil sie die ganze Such- bzw. Warte-Aktion in der Kraxe verschlafen hatte und nun vergnügt auf den Ozean schaute.

Anschließend stand die lange Fahrt zurück auf dem Programm. Wir wollten nämlich weiter nach Nelson, also wieder die ganze Golden Bay hinunter, über den Takaka Hill drüber, am Abel Tasman vorbei und dann in Richtung Osten. Die Fahrt verlief jedoch besser als gedacht und Lara schlief super dabei, so dass wir nachmittags noch ankamen und endlich ein bisschen feiern konnten.

In einem kleinen Park suchten wir uns eine freie Bank, pusteten einen Luftballon auf, servierten Lara ihren ersten Muffin und platzierten eine passende Kerze darauf. Den Muffin lies sich Lara  schmecken und die Spatzen freuten sich über das Festmahl an Krümeln, die Lara fallen ließ. Anschließend ging es noch weiter zu einem Asiaten, bevor wir uns bei schlechter werdendem Wetter wieder in unseren Camper verzogen. 

Montag, 11. März 2019

Golden Bay

Nach den gestrigen Anstrengungen stand heute erstmal nur leichte Kost auf dem Programm. Wir wollten insgesamt nur 80 km bewältigen und suchten uns ein paar entspannte Zwischenstopps dazu raus.

Los ging's in 'The Grove' - ein kleiner Rundgang durch ein Naturschutzgebiet, das direkt an Weideland angrenzt...und doch eine andere Welt ist! Man läuft einen kleinen Pfad hinein und meint plötzlich man sei in Jurassic Park gelandet. Rundherum befinden sich nur noch Palmen, Lianen, mossbewachsene Boulder und schmale Felsspalten. Wirklich verrückt, was sich hier für verschiedene Landschaften innerhalb von ein paar hundert Metern entwickeln.

Nur ein paar Fahrminuten weiter gabs dieses Phänomen gleich nochmal. Direkt neben einem Recyclinghof entdeckten wir die Labyrinth Rocks, die wir zuvor in keinem Reiseführer gesehen hatten. Das "Closed due to fire danger"-Schild wurde freundlicherweise von einem gerade hinzukommenden Einheimischen entfernt, so dass wir uns mal wieder ins Abenteuer stürzen konnten. Zum Glück hatten wir die Karte am Eingang fotografiert, denn dahinter lag tatsächlich ein ganz schön verweigtes Labyrinth aus Kalksteinformationen. Zudem waren überall unzählige kleine Spielfiguren in den Nischen platziert, so dass wir skurrilerweise zwischen Woody aus Toy Story, Olaf dem Schneemann und Ronald McDonald durch schmale Schluchten klettern mussten. Auf jeden Fall wars ein riesen Spaß, wenn auch manchmal ganz schön eng, mit Lara in der Kraxe auf meinem Rücken.

Nach einer kleinen Mittagspause stand dann schon unser letzter Zwischenstopp auf dem Programm. Erneut nur 10 Minuten Fahrt entfernt, befanden sich nämlich die Pupu Springs, deren vollständigen Namen ich euch erspare. Das sind wohl - laut den Infotafeln - die klarsten Quellen auf der Welt und gleichzeitig die Größten auf dem Australischen Kontinent. Tatsächlich war der große See, in dem das Wasser hervorsprudelte, absolut glasklar. Leider durfte man weder reinspringen, noch reinfassen, da es sich um eine heilige Maori-Quelle handelt. Von einem kleinen Steg aus hatte man trotzdem einen schönen Blick darauf und sah in einem Seitenarm sogar den Sand vom sprudelnden Wasser am Boden tanzen.

Gegen 15 Uhr erreichten wir dann auch schon unseren Freedom Campingspot direkt am Meer, wo sich Meli nochmals eine Runde aufs Ohr haute und ich mit Lara eine Runde spielte und am Strand spazieren ging.

Für morgen haben wir dann wieder etwas mehr geplant, weshalb wir uns zeitig aufs Ohr hauen werden.