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Dienstag, 2. April 2019

Auckland -> Singapur

Obwohl unser Hotel eigentlich super war, war die letzte Nacht in Neuseeland schrecklich. Wir sind uns nicht sicher, ob es an der Umstellung vom Camper aufs Hotel, an der weichen Matratze oder daran lag, dass Lara einen weiteren Zahn bekommen hatte, aber die Nacht war super unruhig und um 3 Uhr nachts auch mal vorübergehend ganz vorbei...

Dennoch führte nichts daran vorbei, dass es um 7 Uhr aufstehen hieß. Mit einem kleinen Kiwi-TukTuk (was es nicht alles gibt?!) ging es den restlichen Kilometer mit unseren Unmengen an Gepäck zum Terminal. Ausnahmsweise klappte mal alles problemlos und auch im Flugzeug wollte niemand irgendwas wegen Laras Kindersitz wissen. Fast pünktlich startete dann auch schon unser fast 10-stündiger Flug in Richtung Singapur. Lara schlief glücklicherweise gleich zum Start nochmal eine Runde und hatte zwischendurch auch nur einmal eine etwas längere Meckerphase, als sie nochmal müde wurde. Insgesamt hat sie den Flug aber sehr gut gemeistert!

Aufgrund der Zeitverschiebung kamen wir dann kurz vor 17 Uhr in Singapur an. Ärgerlicherweise konnten wir unser Gepäck nicht direkt durchchecken, sondern mussten es erst abholen, um es direkt nach der Einreise wieder aufzugeben. Die Klamotten für die eine Nacht hatten wir nämlich im Handgepäck und auf diese Weise mussten wir nicht alles mit in die Stadt schleppen.

Da wir leider nur eine Nacht Aufenthalt in Singapur eingeplant hatten (mittlerweile hätten wir zwei Nächte entspannter gefunden!), wollten wir abends wenigstens noch kurz bei den berühmten 'Gardens by the Bay' und dem Marina Sands Hotel vorbeischauen. So nahmen wir direkt vom Flughafen ein Taxi dorthin und kamen auch pünktlich zum Sonnenuntergang dort an. Das Ticket für den künstlichen 'Regenwald' und den botanischen Garten, die mit zur Attraktion gehören, hat sich allerdings  nur bedingt gelohnt und war auf jeden Fall zu teuer. Schöner waren dann schon die (kostenlos anzuschauenden) riesigen, künstlichen Bäume, die nach Einbruch der Dunkelheit auch noch toll beleuchtet und musikalisch untermalt werden.

Lara machte den Ausflug dank eines kleinen Power-Schlafes am Ende des Fluges super mit, aber wir merkten doch langsam recht deutlich, dass es in Neuseeland nun schon mitten in der Nacht ist. Die schwül-heiße Luft hier machte das ganze nicht besser, weshalb wir uns anschließend direkt auf zum Hotel machten.

Montag, 1. April 2019

Auckland - der letzte Tag

Morgens hieß es heute erstmal möglichst alle noch verbliebenen Lebensmittel zu verbrauchen, was eine ganze Menge war. So gab es also ein ausgiebiges Frühstück, bevor wir anschließend den Camper fertig für die Rückgabe machten.

Da wir noch genügend Zeit hatten, wollten wir von einem Hügel in Auckland eigentlich noch die Aussicht über die Stadt genießen, doch auf dem Weg dorthin bahnte sich schon an, dass das wohl eher nichts mehr wird. Es schüttete nämlich wie aus Eimern! Da wurde uns gleich nochmal bewusst, was für ein Glück wir den gesamten Urlaub mit dem Wetter gehabt hatten. Bei einem solchen Regen lässt sich nämlich nicht allzu viel anstellen.

Also beschlossen wir den Camper etwas früher als vereinbart zurück zu bringen. Nachdem wir ihn noch betankt und die Gasflasche wieder gefüllt hatten, ging es zur Mietstation. Dort verlief alles super schnell und super einfach. Eine Angestellte lief kurz einmal mit uns um das Fahrzeug rum und das war's dann auch schon. Anschließend wurden wir direkt und kostenlos zu unserem Flughafen-Hotel gebracht, wo wir für die letzte Nacht hier in Neuseeland ein Zimmer gebucht hatten.

Da Lara ohne den mittlerweile gewohnten Camper und ohne zu Fahren partout keinen Mittagsschlaf mehr machen wollte, verbrachten wir den restlichen Tag noch mit etwas Shopping im 'Warehouse' gegenüber unsres Hotels. Abends gab es noch leckeres Sushi und ein bisschen Fastfood, bevor es super früh ins Bett ging.

Morgen früh um 8 Uhr wollen wir nämlich schon rüber zum Flughafen, wo um kurz nach 11 Uhr dann unser Flieger nach Singapur abheben soll.

Samstag, 30. März 2019

Bayly's Beach

Heute trennten sich die Wege von der Renninger Familie und von uns vorerst wieder. Meli hatte nämlich einen Ausritt am nahegelegenen Bayly's Beach vereinbart, zu dem wir am Vormittag aufbrachen. Wir hatten mal wieder Glück mit dem Wetter, denn wir erwischten am Strand genau eine Lücke zwischen mehreren Regenschauern und so stand Melis kleinem Ausflug nichts im Wege.

Nachdem 'Firefly' aufgesattelt war, konnte es bei Meli auch schon losgehen. Gemeinsam mit der Besitzerin machten sie sich nur zu zweit auf den Weg den Strand entlang. Lara und ich aßen in der Zwischenzeit etwas zu Mittag und sandelten dann eine Runde. Da der Strand befahrbar ist und hier offiziell als Straße gilt, gab es auch immer wieder für Lara was zu schauen, wenn Quads, Motorräder oder Familien mit ganz normalen Autos vorbeikamen. Meli trabte und galoppierte derweil etwas weiter vorne zwischen Klippen und Meer den endlos erscheinenden Strand entlang und kam etwa 2 Stunden später wieder zurück - genau rechzeitig vor dem nächsten Regenschauer.

Anschließend fuhren wir im strömenden Regen weiter in Richtung Auckland. Ziel war eine Freedom-Campsite auf halber Strecke dorthin und kurz vor der Ankunft hörte es natürlich wieder auf zu Regnen - verrückt was für ein Glück wir hier immer wieder haben. So konnte Lara dann noch eine Runde auf dem Spielplatz spielen und wir konnten draußen Essen, bevor wir heute dann mal etwas früher ins Bett gingen.

Freitag, 29. März 2019

Koutu Boulders + Kauri-Wälder

Morgens standen heute gleich wieder Boulder auf dem Plan. Mit den anderen vier machten wir uns wieder alle gemeinsam auf den Weg, diesmal zu den Koutu Boulders. Eigentlich hätten wir sie weggelassen, da wir ähnliche Steingebilde schon in Moeraki zu Beginn unserer Reise gesehen hatten. Da sie aber direkt auf dem Weg lagen und wir heute genügend Zeit hatten, bauten wir den Stopp nochmal ein.

So stapften wir bei Ebbe den Strand entlang und kamen abermals an großen und kleinen Dino-Eiern vorbei. Wir kletterten munter dort herum und waren im Gegensatz zu Moeraki erfreulicherweise fast alleine dort.

Anschließend ging es weiter zum Waipoua Wald, wo sich jede Menge Kauribäume befinden. Nach der obligatorischen Schuh-Desinfektion begannen wir dann gleich mit dem größten von ihnen. Der 'Tane Mahuta' - oder auch Lord of the Forest - ist schätzungsweise 2000 Jahre alt, 51 Meter hoch und hat einen Stammumfang von knapp 14 Metern! Er ist damit der größte Kauri Neuseelands. Nur etwa 3 km von ihm entfernt, spazierten wir dann noch zum ältesten Kauri des Landes und vier weiteren, miteinander verwachsenen Kauris, den Four Sisters. Die Größe der Bäume ist echt beeindruckend!

Den Abend verbrachten wir anschließend auf der DOC-Campsite am Trounson Kauri Park - welches gleich der nächste Wald ist. Als wir ankamen trauten wir erstmal unseren Augen kaum: Wir waren die einzigen Leute dort. Nachdem wir uns dann schließlich für einen Platz entschieden hatten und wir zu Abend gegessen hatten, ging es für Sven, Meli, Lara und mich nach Einbruch der Dunkelheit nochmal los. Von der Campsite aus kann man nämlich auf einen kleinen Rundwanderweg durch den Wald starten und hat dort die größte - wenn auch dennoch eher kleine - Chance wild lebende Kiwis zu sehen oder zu hören.

Ausgestattet mit Rotlicht-Stirnlampen machten wir uns also leise auf den Weg in den Wald hinein. Lara schlief, wie erhofft, bald in der Kraxe ein und wir lauschten auf jedes Rascheln im Wald. Erstmal führte uns das leider aber erstmal zu zwei Possums, die dummerweise mit die größten Feinde der Kiwis sind, was unsere Hoffnung auf diese weiter schwinden lies. Wir kamen immer wieder an großen Kauris vorbei und nach etwa einer Stunde im Wald wurde es irgendwann mucksmäuschenstill...bis Meli schließlich husten musste. Und das wiederum löste ein Rascheln im Wald neben uns aus. Wir hörten plötzlich eindeutig etwas Zweibeiniges durchs Unterholz huschen - definitiv kein Possum! Auf Zehenspitzen folgten wir dem Rascheln auf unserem Holzsteg, bis es schließlich näher kam und unter dem Steg hindurch huschte. Und da stand er dann neben einem Kauri etwa 5 Meter von uns entfernt: ein ausgewachsener Kiwi! Doch so schnell wie er kam, war er leider auch schon wieder im Unterholz verschwunden, leider sogar noch bevor Meli ihn erblicken konnte. Wir hörten ihn kurz darauf nochmals rufen, aber er traute sich leider nicht mehr in unsere Nähe. Es gibt sie also tatsächlich noch hier, die wild lebenden Kiwis :-)

Anschließend ging's vollends zurück zur Campsite, wo wir uns noch bis Mitternacht mit Sven und Alex unterhielten.

(Es gibt leider nur ein Bild vom Possum, der Kiwi war zu schnell wieder weg...)

Donnerstag, 28. März 2019

Rarawa Beach + Wairere Boulders

Heute Vormittag schien uns das Wetterglück diesen Urlaub das erste Mal etwas verlassen zu haben. Als wir nämlich mit den vier 'Renningern' zusammen eine Runde an unserem Strand spazierten, kam ein ordentlicher Regenschauer runter, der uns schnell wieder zurück zu den Campern trieb. Allerdings ist das im übrigen noch gar nichts zu dem was gerade auf der Südinsel passiert: Dort sind aufgrund von Überflutungen und Erdrutschen ganze Straßen und Gebiete gesperrt...also haben wir in jedem Fall die richtige Reiserichtung gewählt gehabt!

Ohne so richtigen Plan fuhren wir dann erstmal los in Richtung Süden (in eine andere Richtung ging es von da oben ja auch nicht...) und hielten nach etwa einer Stunde Fahrt an einem weiteren Sandstrand an. Dieser war schneeweiß und hauchfein und zu unserem Glück hatte sich auch das Wetter wieder gebessert und sogar die Sonne kam ab und zu durch. So spazierten wir dann zu siebt den dortigen Strand (Rarawa Beach) bis zum Ende entlang. Dort befanden sich einige Felsen, die kleine Pools formten, in denen man entweder kleine Shrimps beobachten oder so wie ich eine Runde Baden gehen konnte.

Da es dort so schön war, kamen wir dort erst um einiges später los als geplant. Zudem hatten wir irgendwie alle die heutige Strecke ein bisschen unterschätzt, so dass wir uns für das restliche Tagesprogramm ein bisschen beeilen mussten.

Nach weiteren zwei Stunden Fahrt gelangten Lara, Meli und ich dann an unserem nächsten Stopp, den Wairere Boulders, an. Dabei handelt es sich um einen kleinen Park rund um einen Fluss, in dem und um den herum riesige Gesteinsformationen herumliegen, die von einem Vulkanausbruch stammen. Auf kleinen Trampelpfaden kletterten wir mal wieder durch dschungelartiges Gelände, vorbei an Kauribäumen, durch Höhlen hindurch und über kleine Brücken drüber. Nebenbei konnten wir nach versteckten Baumhäusern und Steintieren Ausschau halten, die sich um die Wege herum befanden.

Pünktlich zu einem traumhaften Sonnenuntergang schafften wir es dann doch noch zu unserer heutigen Campsite, wo auch die Renninger Familie fast zeitgleich mit uns eintraf. Lara, Niko und Celine spielten gleich wieder eifrig auf dem Schotterparkplatz eine Runde, während wir übrigen das Abendessen vorbereiteten. Es gab heute nämlich den gestern geschenkt bekommenen Fisch, von dem wir mittlerweile herausgefunden haben, dass es sich um den neuseeländischen Kahawai handelt. Frisch vom Grill mit allerlei Beilagen ergab dieser schließlich einen super leckeren Tagesabschluss!

Mahinepua Peninsula + Cape Reinga

Nach einem herrlichen Sonnenaufgang am Strand (den meine beiden Mädels verschliefen) ging es heute zum letzten Mal auf in den Norden.

Zunächst hielten wir bei einer kleinen Halbinsel, der Mahinepua Peninsula. In einem unserer Reiseführer hatten wir den Tipp zu einem abgelegenen zweistündigen Wanderweg dort gelesen. Also ging es für Lara mal wieder ab in die Kraxe und wir folgten einem kleinen Trampelpfad in Richtung der vor uns liegenden Hügel. Der Wanderweg führte durch herrliche Natur und hatte super schöne Ausblicke die Küste entlang. Am Ende des Weges kamen wir noch mit zwei Einheimischen ins Gespräch, die sich sogar für die Flüchtlingssituation in Deutschland interessierten. Anschließend ging es den lohnenswerten Weg wieder zurück zum Camper, wobei wir in den zwei Stunden insgesamt lediglich 6 anderen Personen begegneten - es war also tatsächlich noch ein echter Geheimtipp!

Dann stand uns die etwas längere Fahrt zum obersten Zipfel Neuseelands bevor. Überraschenderweise war es eine super asphaltierte Straße die wiederum durch herrliche Natur führte und die Fahrt somit nicht langweilig werden ließ. Gegen 16 Uhr erreichten wir schließlich das Cape Reinga. Zu Fuß ging es die letzten paar hundert Meter zum Leuchtturm und dann waren wir da: Am nördlichsten Punkt unserer Reise! Ein schöner, wenn auch etwas wehmütiger Moment, denn gleichzeitig bedeutete das, dass jetzt bald das Ende unseres kleinen Abenteuers bevorsteht. Dennoch genossen wir den Ausblick auf die Ozeane, denn direkt vor uns trafen der Pazifik und das Tasmanische Meer aufeinander.

Anschließend wurde es etwas kompliziert, denn eigentlich wollten wir uns heute Abend mit Sven, Alex, Niko und Celine treffen, der Familie aus Renningen. Blöd nur, dass die kein Internet mehr haben und hier oben auch die Telefonnetz-Abdeckung nahezu nicht vorhanden ist. Wir mussten schließlich zwischen zwei in Frage kommenden Campsites pokern und entschieden uns für die näher gelegene an der Spirits Bay. Am Ende einer etwa 16km Schotterstraße kamen wir schließlich dort an...und wurden leider enttäuscht. Die anderen waren nirgendwo zu finden. Als wir gerade wieder ein Stück zurückfuhren, um unser Glück mit dem Handynetz zu versuchen, kam uns aber glücklicherweise ein sehr bekannter Campervan entgegen! Lara war überglücklich über ihre Spielkameraden und wir aßen anschließend alle gemeinsam zu Abend.

Währenddessen kam übrigens noch ein Angler mit einem riesen Fisch vorbei, den er heute gefangen hatte. Als er fragte, ob wir ihn geschenkt haben möchten, schauten wir ihn erst ungläubig an. Er hatte heute allerdings etwa 15 Stück davon geangelt und so nahmen wir unser morgiges Abendessen gerne entgegen!


Dienstag, 26. März 2019

Bay of Islands + Matauri Bay

Zum zweiten Mal an zwei Tagen musste der Wecker herhalten, um uns wach zu bekommen. Heute allerdings nur, da Lara nach ihrer üblichen Aufsteh-Zeit nochmal eingenickt war.

Es stand eine Bootstour - diesmal für uns alle drei - auf dem Programm. Am Hafen von Russell wurden wir von einem Katamaran eingesammelt, der uns quer durch die Bay of Islands schippern sollte. In dieser Bucht liegen insgesamt über 140 größere und kleinere Inseln, von denen die meisten unbewohnt sind. Mit mehr Geschwindigkeit als wir eigentlich dachten, düsten wir dann auch schon los. Es dauerte nicht lange, bis wir neben den ersten Inseln auch eine Gruppe Delfine fanden, die einen Spaß daran hatten, um die Boote herumzutanzen. So schauten wir uns das Spektakel eine Weile lang gebannt an, bevor wir weiterfuhren. Im Slalom ging es dann um mehrere Inseln bis zum äußersten Zipfel der Bucht, wo sich ein 'Hole in the Rock' befindet. Dieser natürliche Felsbogen ist so groß, dass wir mit unsrem Boot hindurch fahren konnten. Auf dem Rückweg legten wir dann einen Zwischenstopp auf einer der idyllischen Inseln ein, wo uns ein BBQ-Mittagsbuffet erwartete. Während Lara den Stopp verschlief, badeten Meli und ich noch eine Runde am traumhaften Strand und ich kletterte mal wieder zu einem Aussichtspunkt hoch. Ein wirklich gelungener Ausflug!

Am frühen Nachmittag ging es für uns dann auch schon wieder weiter - diesmal allerdings mit einer kleinen Fähre, statt auf der holprigen Schotterpiste! Uns erwartete nämlich schon die nächste Bucht, in der unser heutiger Holidaypark liegt. Als wir in der Matauri Bay ankamen, hatten wir so langsam das Gefühl, dass wir hier nur so von Traumstrand zu Traumstrand hüpfen. Wir bekamen einen Stellplatz direkt am Strand und können quasi von unserem Camper fast ins Meer hüpfen. Lara feierte den feinen, flachen Sandstrand natürlich gleich mal ordentlich und planschte munter vor sich hin. Wir wissen noch gar nicht so genau, wie wir ihr in Deutschland klar machen sollen, dass es sowas bei uns zu Hause nicht mehr gibt...

Unsere kürzlich überlegte, neue Route haben wir übrigens zwischenzeitlich schon wieder verworfen und werden Morgen jetzt bis an den nördlichsten Punkt der Insel fahren. Internet ist hier oben etwas mau, aber die Natur macht das wieder wett :-)

Montag, 25. März 2019

Tutukaka / Poor Knights Islands + Russell

Heute hieß es glaube ich zum ersten Mal diesen Urlaub: Wecker stellen! Um 8 Uhr musste ich nämlich in Tutukaka in der Tauchschule aufschlagen. Da Lara aber eh immer um 7:15 Uhr aufwacht, war es diesmal auch nicht arg viel früher, denn die Tauchschule war von unserem Übernachtungsplatz nur fünf Fahrminuten entfernt.

Für mich stand ein Highlight des Urlaubs auf dem Programm: Tauchen bei den Poor Knights Islands. Dieses Naturschutzgebiet liegt mit dem Boot etwa eine dreiviertel Stunde von der Küste entfernt. Das Wasser hatte frische 22°, aber mit passendem Tauchanzug und ein bisschen Motivation ging das schon. Die Unterwasserwelt war mal wieder etwas völlig anderes. Zwischen Kelpwäldern und Lavagestein tümmelte sich allerhand Leben. Von großen Stechrochen und Muränen, über Skorpionsfische und Krebse bis hin zu großen Fischschwärmen gab es bei den beiden Tauchgängen jede Menge zu entdecken und zu bestaunen.

Meine Mädels verbrachten den Tag solange mit einem Spaziergang zu einem Aussichtspunkt und an einer Bucht zum Baden, denn das Wetter war mal wieder hervorragend.

Am Nachmittag kam ich wieder zurück an Land und wurde am Hafen in Empfang genommen. Wir wollten nämlich gleich noch weiter in die Bay of Islands, wo wir für morgen eine weitere Bootstour - diesmal gemeinsam - gebucht haben. Was wir allerdings nicht so ganz auf dem Schirm hatten war, was uns Google Maps diesmal für eine Straße langschicken würde... Da ich vom Tauchen doch etwas müde war, übernahm Meli das Steuer, doch 28 km vor dem Ziel ging die Fahrbahn komischerweise bereits in eine Schotterpiste über. Das Zusatzschild 'Not suitable for campervans' verhieß nichts Gutes... Mangels alternativer Routen von dort aus, hieß es allerdings Augen zu und durch. Vorsichtig hoppelten wir über die schmale Gravelroad und versuchten den entgegen rasenden Einheimischen so gut es ging auszuweichen. Leicht verschwitzt überstanden wir die Fahrt und beschlossen für die Rückfahrt am nächsten Tag definitiv die Fähre zu nehmen, die uns auf die andere Seite der Bucht bringen wird.

Im süßen Örtchen Russell aßen wir in einem süßen kleinen Fischrestaurant direkt am Hafen noch lecker zu Abend. Unsere Bedienung dort kam übrigens aus Nagold ;-)

Sonntag, 24. März 2019

Waipu Cave + Whangarei

Nachdem es nachts nochmal geregnet hatte, begann der Tag mit einem schönen Sonnenaufgang am Strand. Ich sprang gleich mal raus ans Wasser und machte mit der Drohne ein paar Aufnahmen, während meine Mädels noch im Bett eine Runde spielten.

Da es hier in Northland allerdings noch so viel zu sehen gibt, hieß es nach dem Frühstück dann auch schon wieder Abschied nehmen von diesem tollen Ort. Es ging nämlich weiter zur Waipu Cave. Das ist quasi die kostenlose Alternative zu den Waitomo-Glühwürmchen-Höhlen.

Also hieß es Camper parken, Badeschuhe an, Stirnlampen auf und rein in die Unterwelt. Im ersten Höhlenraum voller Stalaktiten und Stalakmiten ließen wir unseren Augen etwas Zeit, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Dann kraxelten wir durch einen seichten Fluss weiter in die nächste größere Aushöhlung und wurden dort empfangen von einem Sternenhimmel aus Glühwürmchen. Es war erneut einfach faszinierend, wie man in der absoluten Dunkelheit alleine durch diese tausenden kleinen Lichtchen die Konturen der ganzen Höhle erkennen konnte. Man sollte allerdings nicht allzu sehr ins Detail gehen, denn das Glühende sind keine süßen Würmchen, sondern die Ausscheidungen einer Mückenlarve...

Nach weiterem Geklettere erreichten wir noch einen dritten Höhlenraum, die sogenannte Kathedrale (der größte Raum eines jeden Höhlensystems), bevor wir uns dann wieder auf den Rückweg machten. Meli und Lara gingen zurück zum Camper, während ich versuchte dieses fabelhafte Naturschauspiel irgendwie zumindest ein bisschen fotografisch festzuhalten. Ob es mir gelungen ist, weiß ich selbst noch nicht so genau.

Als dann gegen Mittag wieder Partybusse voller Asiaten in Gummistiefeln anrückten (ja, die mögen wir hier irgendwie nicht so...), fuhren wir schnell weiter in Richtung Whangarei, wo mal wieder der Camper-Alltag anstand: Dumpen, Tanken, Einkaufen.

Anschließend ging es noch zu einem kleinen Spaziergang in einen dortigen Wald. Hier muss man lustigerweise - aber eigentlich leider - zunächst mal durch eine Schuh-Waschstraße. Der Grund dafür ist nämlich, dass die Jahrhunderte alten Kauri-Bäume derzeit durch einen Pilz bedroht werden, der sie absterben lässt und der durch Wanderer vermutlich weiter verbreitet wird. Nachdem wir also gewissenhaft unsere Schuhe geschrubbt und desinfiziert hatten, konnten wir ein paar der Riesen der hiesigen Wälder dann zum ersten Mal aus der Nähe bestaunen.

Am Ende des Tages ging es mal wieder zu einer Freedom Campsite direkt am Meer - diesmal allerdings auch direkt am Straßenrand in einem kleinen Ort. Echt interessant wie unterschiedlich man hier überall campen kann oder darf...

Samstag, 23. März 2019

Te Arai Beach

Mit strahlendem Sonnenschein und Meerblick begann der heutige Tag gleich mal hervorragend. Wir frühstückten gemütlich direkt am Strand und Lara beobachtete aufmerksam die vielen Möwen, die sich dort niedergelassen hatten.

Anschließend machten wir uns auf den recht langen Weg an Auckland vorbei in Richtung Northland. Wir hatten nicht bedacht, dass Wochenende ist. Das hatte schon dazu geführt, dass unser eigentlich angedachter Campingplatz ausgebucht war, da die Aucklander dann wohl alle selbst campen gehen. Und jetzt führte es auch noch dazu, dass um Auckland herum ein ziemliches Verkehrschaos herrschte. Für unsere Begriffe können die Neuseeländer nicht allzu gut mit mehrspurigen Autobahnen und größeren Geschwindigkeiten umgehen. So waren wir zumindest mit unsrem recht großen Camper bei sage und schreibe 100 km/h dauerhaft auf der rechten Spur (entspricht unserer linken) immer die schnellsten...

Nachdem wir die Großstadt dann irgendwann passiert hatten, besserte sich der Verkehr wieder und wir erreichten am frühen Nachmittag unsere 'Ersatz-Campsite' am Te Arai-Strand. Und der war der absolute hammer! Ein riesiger, weißer Sandstrand mit hauchfeinem Sand und schön flachem Meer - ideal für Lara und offenbar auch für Surfer. Das Wetter war zum Glück besser als gestern und so legten wir uns an den Strand und beobachteten das rege Treiben, während Lara glücklich im Sand spielte.

Erst am Abend ging's zurück zu unserem Camper, den wir direkt hinter den Dünen abstellen konnten. Gerade als wir den Grill angeschmissen hatten, kam dann leider aber doch noch ein ordentlicher Regenschauer runter, so dass wir das Abendessen nach drinnen verlegen mussten.

Freitag, 22. März 2019

Karangahake Gorge

Da wir uns mit der Familie im Camper neben uns so gut verstanden und für heute Vormittag den gleichen Plan hatten, beschlossen wir alle gemeinsam loszuziehen. So machten wir uns auf den Weg zu einer kleinen Wanderung in der Karangahake-Schlucht, in der sich auch schon unser Campground befand.

In der dortigen Region wurde früher eifrig Gold und Silber abgebaut, weshalb es dort noch jede Menge alter Minentunnel, Gleise und Relikte aus den alten Zeiten gibt. Auf kleinen Wegen ging es dann an diesen Sehenswürdigkeiten vorbei beziehungsweise durch die Tunnel hindurch. In einige der schmalen und niedrigen Minenschächte konnte man noch ein Stück weit hineinmarschieren und im zweiten Teil der Wanderung ging es dann noch durch einen etwa 1 km langen alten Eisenbahntunnel. Die Wanderung machte mal wieder super viel Spaß, insbesondere da wir uns diesmal auch noch die ganze Zeit mit Sven und Alex unterhalten und austauschen konnten. Wir fanden sogar heraus, dass wir einen gemeinsamen Bekannten (ein Kollege von uns) haben...wie klein doch die Welt ist!

Nach der Wanderung trennten sich die Wege dann leider aber vorerst schon wieder, da wir verschiedene Routen fahren. Eventuell treffen wir uns am Ende der Reise aber nochmal wo oder dann spätestens in Deutschland wieder.

Für uns ging es nur eine knappe Stunde weiter an die Küste zwischen der Coromandel Halbinsel und Auckland. Als wir dort an unserem Freedom-Campingplatz ankamen staunten wir aber erstmal nicht schlecht: Eigentlich liegt dieser direkt am Meer...das war aber weit und breit nicht zu sehen! Ein Blick auf die Gezeitenkarte brachte dann aber recht schnell Licht ins dunkel. Wir waren exakt zur Ebbe eingetroffen und das Wasser hatte sich hier dadurch bis zum Horizont zurück gezogen. Unsere Überlegung eventuell noch ins Wasser zu hüpfen, hatte sich dadurch dann recht schnell erledigt.

Das Wetter war heute allerdings sowieso nicht so ganz auf unserer Seite, denn immer wieder gab es kurze Regenschauer und es windete ziemlich stark. Nachdem Lara dann zunächst trotzdem noch eine Runde im Sand gespielt hatte, zogen wir uns erstmal in unseren Camper zurück, von dem wir direkt am Strand parkend eine erstklassige Aussicht bis zur gegenüberliegenden Halbinsel hatten.

Lara traf abends auch hier noch eine kleine, deutsche Spielkameradin und fiel dann müde ins Bett. Für uns heißt es jetzt erstmal Daumen drücken, dass das Wetter sich etwas bessert, denn morgen geht's nochmal an einen Strand ein bisschen weiter nördlich, an dem wir gerne Baden würden.