Heute hieß es glaube ich zum ersten Mal diesen Urlaub: Wecker stellen! Um 8 Uhr musste ich nämlich in Tutukaka in der Tauchschule aufschlagen. Da Lara aber eh immer um 7:15 Uhr aufwacht, war es diesmal auch nicht arg viel früher, denn die Tauchschule war von unserem Übernachtungsplatz nur fünf Fahrminuten entfernt.
Für mich stand ein Highlight des Urlaubs auf dem Programm: Tauchen bei den Poor Knights Islands. Dieses Naturschutzgebiet liegt mit dem Boot etwa eine dreiviertel Stunde von der Küste entfernt. Das Wasser hatte frische 22°, aber mit passendem Tauchanzug und ein bisschen Motivation ging das schon. Die Unterwasserwelt war mal wieder etwas völlig anderes. Zwischen Kelpwäldern und Lavagestein tümmelte sich allerhand Leben. Von großen Stechrochen und Muränen, über Skorpionsfische und Krebse bis hin zu großen Fischschwärmen gab es bei den beiden Tauchgängen jede Menge zu entdecken und zu bestaunen.
Meine Mädels verbrachten den Tag solange mit einem Spaziergang zu einem Aussichtspunkt und an einer Bucht zum Baden, denn das Wetter war mal wieder hervorragend.
Am Nachmittag kam ich wieder zurück an Land und wurde am Hafen in Empfang genommen. Wir wollten nämlich gleich noch weiter in die Bay of Islands, wo wir für morgen eine weitere Bootstour - diesmal gemeinsam - gebucht haben. Was wir allerdings nicht so ganz auf dem Schirm hatten war, was uns Google Maps diesmal für eine Straße langschicken würde... Da ich vom Tauchen doch etwas müde war, übernahm Meli das Steuer, doch 28 km vor dem Ziel ging die Fahrbahn komischerweise bereits in eine Schotterpiste über. Das Zusatzschild 'Not suitable for campervans' verhieß nichts Gutes... Mangels alternativer Routen von dort aus, hieß es allerdings Augen zu und durch. Vorsichtig hoppelten wir über die schmale Gravelroad und versuchten den entgegen rasenden Einheimischen so gut es ging auszuweichen. Leicht verschwitzt überstanden wir die Fahrt und beschlossen für die Rückfahrt am nächsten Tag definitiv die Fähre zu nehmen, die uns auf die andere Seite der Bucht bringen wird.
Im süßen Örtchen Russell aßen wir in einem süßen kleinen Fischrestaurant direkt am Hafen noch lecker zu Abend. Unsere Bedienung dort kam übrigens aus Nagold ;-)