Mittwoch, 24. Mai 2023

Tag 29: Rückblick auf unsere Reise

Nach ein paar letzten Stunden am Hotelpool stand heute nur noch der Rückflug auf dem Programm. 

Zeit, um auf unsere Reise zurück zu blicken:

23 Stunden Flugzeit
4493 km mit dem Wohnmobil
4 Bundesstaaten
8 Nationalparks, 2 Nationalmonumente, 7 State Parks

Insgesamt war ich von der Vielfalt des Westens der USA begeistert. Die Landschaft änderte sich teilweise stündlich, die Natur war atemberaubend und es gab tolle Trails. Los Angeles und Las Vegas mit dem Wohnmobil waren hingegen verkehrstechnisch ein Albtraum und ich kann allen nur empfehlen unbedingt Campingplätze dort zu reservieren, wo man dieses abparken kann und die Städte dann auf andere Weise zu erkunden. Insbesondere L.A. würden wir eigentlich gerne noch eine zweite Chance geben, bei besserem Wetter und anderen Voraussetzungen. 

Rückblickend muss ich allerdings auch zugeben, dass der Zeitpunkt, zumindest mit Laras Charakter, nicht optimal war. Sie konnte der Natur noch nicht allzu viel abgewinnen und war äußerst 'wanderfaul'. Was uns und ihr den Urlaub ein Stück weit interessanter gestaltet hat, waren definitiv die Junior Ranger Programme, die Lara super gerne ausfüllte und allem voran die 100 Folgen Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg, die wir vorher auf ihr Handy geladen hatten! Ich weiß nicht wie wir die Fahrten und Zwischenzeiten ohne diese Hörspiele rumgebracht hätten, da Lara wirklich nonstop hörte. 

Allerdings gab es natürlich auch jede Menge positive Momente, die Lara betreffend meistens mit Wasser zu tun hatten. So nutzten wir alle Pool-Möglichkeiten maximal aus und der Red Reef Trail mit den natürlichen Pools und Rutschen war wirklich ein Traum. Den Rutschenpark am letzten Tag toppte für Lara aber natürlich nichts. 

Meine persönlichen Highlights ergaben sich meist in der Natur. Dazu gehören vor allem der Arches Nationalpark, die Alabama Hills Movie Road und der Antelope Canyon. 

Melis Highlights waren der Antelope Canyon, die Scenic Route #12 zwischen dem Capitol Reef und dem Bryce Nationalpark und den Bryce Nationalpark selbst. 

Überrascht waren wir trotz Vorwissens von den extremen Temperaturunterschieden, die wir teilweise von einem auf den anderen Tag erfuhren. Im Mai muss man definitiv von Badeshort bis Wintermützen alles im Gepäck haben.

Bei jedem von uns Dreien wird sicher ein unterschiedliches Fazit der Reise zurückbleiben, aber an die Eindrücke und die gemeinsame Zeit in Amerika werden wir uns gerne immer wieder erinnern!

PS: Die Top-Worte, die Lara und Meli vorab erstmal nicht mehr hören können sind übrigens: 
1. Wanderung
2. Aussichtspunkt 
3. Barbecue

Dienstag, 23. Mai 2023

Tag 28: Cowabunga Canyon Aquapark

Am letzten vollen Tag unserer Reise gab es für Lara nur noch ein Ziel heute: Der heiß ersehnte Rutschenpark!

Da dieser aber erst um 15 Uhr öffnete, war zu ihrem Leidwesen davor noch jede Menge Zeit in Ruhe die Sachen im Wohnmobil zusammen zu räumen. Dieses mussten wir nach dem Park heute nämlich abgeben und verbringen die letzte Nacht in einem Hotel. Ich kann mir momentan zwar noch nicht vorstellen, wie wir die Gepäckmassen bis zum Flughafen verfrachten sollen, aber irgendwie wird das hoffentlich schon klappen.

Naja, nachdem alles beisammen war, versuchten wir erfolglos etwas früher in unserem Hotel 'Tuscany Suites' einzuchecken, aber immerhin konnten wir unser Gepäck dort deponieren und auf Nachfrage sogar den schönen Poolbereich nutzen. So ging es für Lara also schon etwas früher als gedacht ins kühle Nass und die Wartezeit verging ruckzuck.

Als sich dann die Tore des Wasserparks Cowabunga Canyon endlich öffneten, war Lara im puren Glück. Eine Rutsche nach der anderen hieß es auszuprobieren. Zu Hause hat sie ja schon auf einem Klettergerüst in 1,50 Meter Höhe Angst, aber einen 20 Meter hohen Rutschenturm hochzuklettern und anschließend die wildesten Wasserrutschen wieder runter zu flitzen, geht komischerweise problemlos...

Bis auf zwei oder drei Rutschen durfte Lara tatsächlich schon alle nutzen und so ging es meist auf Rutsch-Reifen durch übergroße Suppenschüsseln, Schleuderbecken, Dunkelröhren und allerhand sonstige wilde Abfahrten hinab. Natürlich wurden die Öffnungszeiten komplett ausgenutzt und am Ende stand Lara bibbernd und mit blauen Lippen, aber glückselig und vollkommen zufrieden da. Es hat sich also auf alle Fälle gelohnt!

Danach brachten wir noch schnell unsere Anita wohlbehalten zu ihren Besitzern zurück, die uns freundlicherweise ihrerseits noch mit Anita bis ins Hotel fuhren, wo Lara innerhalb von 5 Minuten im Kingsize-Bett im Land der (Rutschen-)Träume verschwand...

Montag, 22. Mai 2023

Tag 27: Snow Canyon + Valley of Fire + Las Vegas

Heute standen schon die letzten Wanderungen des Urlaubs auf dem Programm: Den Tagesbeginn nutzte ich, um versteinerte Dünen im Snow Canyon SP zu erklimmen, bevor es weiter ging in das Valley of Fire.

Dort erwarteten uns bereits bei der Zufahrt nette Hinweisschilder mit der Aufschrift 'Heat Warning - you might die'. Bei geschmeidigen 33°C im Schatten machte ich mich ohne Aussicht auf selbigen todesmutig zu Fuß auf den Weg zur Fire Wave. Diese war die Mühen auf jeden Fall wert und eröffnete zudem Ausblicke auf regenbogenfarbige Felsen in der Nähe. So schloss ich mich kurzerhand mit Roy, einem weiteren Abenteurer, zusammen und wir beschlossen die Tour auf den 7-Wonders-Loop zu verlängern. Dieser führte noch durch tolle Schluchten und über einen Regenbogen-Weg wie in Mario Kart :-D

Nach etwa einer Stunde kamen wir tatsächlich lebend wieder am Parkplatz an und die Weiterfahrt nach Vegas stand auf dem Programm. Dort eröffnete sich das bereits aus Los Angeles bekannte Wohnmobil-Problem: Alle rausgesuchten Parkmöglichkeiten waren entweder gesperrt oder nicht mehr für Fahrzeuge über 10 Feet Länge zugelassen... Nach einem Telefonat und etwas Verkehrschaos landeten wir schließlich über eine Lieferantenzufahrt auf einem vermeintlichen Busparkplatz, der eigentlich ein Kundenparkplatz eines Hotels war. Unwissend wie wir dort am Ende des Tages wieder legal rauskommen sollten, ließen wir Anita dort erstmal stehen und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Strip.

Die Blumenpracht im Bellagio wurde leider gerade umgebaut, so dass wir erstmal BBQ essen gingen, bevor wir uns noch auf den Weg zum Vulkan des Mirage machten und uns dort um 20 Uhr die Feuershow anschauten.

Zurück beim Wohnmobil hatten wir Glück: Aufgrund eines Events stand ein Parkwächter direkt beim Zufahrtstor und ließ lauter Reisebusse auf das Areal fahren. Als wir ihm erzählten, dass wir bei der Einfahrt irgendwie kein Ticket erhalten hatten, zögerte er nicht lange und ließ uns einfach kostenlos rausfahren :-)

Sonntag, 21. Mai 2023

Tag 26: Red Reef Trail + Thunder Junction

Wie gestern schon ausgekundschaftet, ging es direkt von unserem Campground aus noch vor dem Frühstück los auf den Red Reef Trail. Das war auch gut so, denn aufgrund des Wochenendes sollte sich die schmale Schlucht, in die der Trail führt schnell füllen. Diese war ein wirklicher Badetraum: Ein kleiner Bach schlängelte sich mittels kleiner Wasserfälle durch Felsbecken und bildete somit jede Menge Bade-, Rutsch- und Sprungmöglichkeiten für Jedermann. Da es hier locker über 30°C warm wird, erfrischten wir uns bis zur Mittagszeit ausgiebig dort, bevor es uns zu voll wurde und wir für die Weiterfahrt zum Wohnmobil zurück kehrten.

Doch damit war der Badespaß für heute noch nicht beendet: Zufällig hatte ich gestern in Google Maps den 'Thunder Junction'-Park in einer angrenzenden Stadt entdeckt. Dieser kostenlose (und übrigens auch komplett rollstuhlgerechte) Stadtspielplatz war ein wahrer Kindertraum in der Hitze. Es gab Wasserfälle, Springbrunnen, Dinorutschen, Karusselle, Seilbahnen und sogar einen Zug, der einen für gerade mal 1$ durch Tunnel und an Dinos vorbei um den Park fuhr. So verbrachten wir dort auch den gesamten Nachmittag, bis mal wieder dunkle Wolken aufzogen und uns zum Campground im Snow Canyon weiter trieben.

Aufgrund des vielen Wassers heute waren wir alle (und vor allem Lara) ziemlich k.o., weshalb außer einem schnellen BBQ und Lagerfeuer nicht mehr viel auf dem Programm stand.

Samstag, 20. Mai 2023

Tag 25: Quail Creek SP + Red Cliffs CA

Morgens um 7 Uhr ging es für mich erstmal hoch hinaus, während die Mädels noch eine Runde schliefen. Ich machte mich nämlich auf den Weg zum West Rim Trail im Nationalpark, der 300 Höhenmeter hinauf zum Scout Lookout führt. In engen Serpentinen schlängelte sich der Wanderweg den Fels hinauf bis zum Beginn des berühmten Berggipfels 'Angel's Landing'. Für die letzte halbe Meile zum Gipfel hinauf benötigt man eine Erlaubnis, die ich in der Lotterie leider nicht gewonnen habe. Vielleicht war das aber auch besser so, da es dort hoch an steilen Abgründen vorbei geht und die einzige Sicherung eine Stahlkette zum Festhalten ist...bei meiner Höhenangst vielleicht nicht die beste Kombination. Aber auch die 3 km bis zum Scout Lookout bieten schon tolle Ausblicke und machen die Wanderung auf jeden Fall lohnenswert.

Anschließend verließen wir den sehr überlaufenen Zion Nationalpark wieder und fuhren in Richtung der Red Cliffs Conservation Area. Hier in Amerika scheint man alle 100 km in eine neue Klimazone zu fahren, denn es wurde auf einmal wieder über 30°C heiß, während wir vorgestern nachts noch die Heizung im Wohnmobil benötigt hatten...

Nach einem kurzen Zwischenstopp in einem Ghost Town, kam uns der kurz vor dem Tagesziel gelegene Quail Creek State Park sehr gelegen, an dem wir zufällig vorbeifuhren. Der liegt nämlich an einem schönen Stausee mit toll angelegtem Strand Bereich und Sonnensegeln. Wir relaxten den Nachmittag dann genau dort und als noch ein Eiswagen mit Reggae-Musik neben uns hielt, war die Entspannung perfekt.

Erst als kurz vor 18 Uhr das fast schon obligatorische Gewitter heran nahte, fuhren wir vollends weiter zu unserem Campground. Dieser liegt einem tollen Gebiet, in dem Lara und ich vor dem Abendessen noch Dino-Spuren suchten und eine tolle Badeschlucht für morgen erkundeten. 

Freitag, 19. Mai 2023

Tag 24: Zion NP

Meine heutige erste Wanderung wäre uns fast teuer zu stehen gekommen: Ich wollte den Canyon Overlook Trail im Zion Nationalpark laufen, der sich vor einem kostenpflichtigen Tunnel befindet. Da der mickrige Parkplatz schon voll war und es keine Wendemöglichkeit mehr gab, bog ich direkt vor dem Tunnel verbotswidrig links ab, was dem anwesenden Tunnel-Ranger mal so gar nicht passte. Nachdem er mir eine Strafe von 600$ (was ich ja leicht übertrieben fand...) angedroht und mich zusammengeseggelt hatte, ließ er uns dann aber zum Glück doch von dannen ziehen.

So machte ich die kurze Wanderung und anschließend passierten wir dann den Tunnel. Da ich dieses Mal ganz ordnungsgemäß an die Tunneleinfahrt heran fuhr, war selbiger Ranger diesmal sogar super freundlich.

Am Visitor Center stellten wir unsere Anita dann auf dem letzten freien Parkplatz ab, um anschließend mit dem Bus-Shuttle durch den für Privatfahrzeuge gesperrten Teil des Parks zu fahren.

Dank zahlreicher Eichhörnchen und Mäuerchen zum Balancieren lief Lara ausnahmsweise die 3,5 km des Riverside Walks ohne zu meckern. Die Verlängerung des Trails im Fluss selbst war aufgrund der aktuell zur hohen Fließgeschwindigkeit des Wassers (aufgrund der Schneeschmelze) leider gesperrt, was wir aber schon vorher wussten.

Anschließend relaxten Lara und Meli etwas an einer Lodge im Park, während ich eine weitere Runde zu Fuß drehte und die Emerald Pools erkundete. Hier war es ähnlich wie im Bryce: Der Hauptweg dorthin glich einem Highway während der Rush Hour, während der längere alternative Rückweg menschenleer war. Die Wasserfälle die über einem herunterkamen waren trotzdem sehr schön anzuschauen.

Unsere Campsite hier im Watchman Campground ist super idyllisch, so dass wir heute mal etwas früher grillten und draußen noch ein paar Runden Uno spielten.

Donnerstag, 18. Mai 2023

Tag 23: Unwetter und Coral Pink Sand Dunes SP

Zum zweiten Mal in diesem Urlaub hieß es für mich um 5 Uhr aufstehen, um einen Sonnenaufgang zu erleben...diesmal im Bryce Canyon. Es waren zwar einige Wolken im Weg aber immer mal wieder spickelte die aufgehende Sonne zwischendurch, so dass sich die Aktion insgesamt dann doch gelohnt hat und die Hoodoos schön leuchteten.

Anschließend ging es weiter in Richtung des Zion Nationalparks. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Red Canyon (quasi dem kleinen Bruder des Bryce Canyon) stand uns eigentlich nur eine Stunde Fahrt bevor...hätte da nicht mal wieder das Wetter dazwischen gefunkt. 

Wie gerade fast jeden Tag, kam uns nämlich ein Unwetter dazwischen und das von nicht gerade geringem Ausmaß. Während uns von oben die Blitze und Donner über die Köpfe bretterten, schüttete es runter was die Wolken hergaben. Die Straßen waren zwischendurch so überflutet, dass der Verkehr zum erliegen kam. Ein kurzer Zwischenstopp bei einem Subway endete in einem kompletten Klamottenwechsel für mich, nachdem ich 20 Sekunden durch den Regen gesprintet war.

Demnach hieß es auch im Tagesprogramm umzudisponieren. Wir schauten kurz im größten Tierheim Amerikas vorbei, wo neben den üblichen Tieren auch Schweine, Pferde usw. aufgepeppelt werden. Lara war mit den Katzen sofort auf Tuchfühlung und wollte gar nicht mehr weiter. Für eine Führung war es leider schon zu spät, so dass es nach einem kurzen Abstecher zu den Hunden dann aber doch ans Weiterfahren ging.

Kurzfristig hatten wir nur 10min weiter einen schönen BLM-Campground ausgemacht, wo wir unseren Platz bezogen. 

Da das Unwetter sich gegen 16 Uhr aber so langsam aus dem Staub machte, schauten wir noch eine Runde im neben uns befindlichen Coral Pink Sand Dunes State Park vorbei. Wie der Name schon erahnen lässt, handelt es sich dabei um einen Haufen Sand, verteilt auf jede Menge Dünen. Lara wurde nicht müde die Sandhügel hoch und runter zu rennen und zwischendurch einen Sandkuchen nach dem anderen zu backen.

So kamen wir gut ausgepowert abends zum Campingplatz zurück, wo es zeitig ins Bett ging, da wir morgen früh in den Zion NP reinfahren möchten.

Mittwoch, 17. Mai 2023

Tag 22: Bryce Canyon NP

Der heutige Tag war vollumfänglich dem Bryce Canyon Nationalpark gewidmet...oder zumindest fast (was Lara betrifft).

So ging es gleich nach dem morgendlichen Regen und Frühstück mit einem Shuttle Bus rein in den Park. Im sogenannten 'Amphitheater' fuhren wir zunächst die Aussichtspunkte ab. Im Canyon vor uns bot sich dabei ein Spektakel in Rot-Orange-Pink-Weiß und allen Farbnuancen dazwischen. Das Tal ist nämlich gefüllt von sogenannten Hoodoos, also verschiedenen Steintürmen, wie wir sie schon im Goblin Valley kennengelernt hatten. Nur die Größe, Anzahl und Farbvielfalt ist hier um ein Vielfaches größer. Als die Sonne dann noch rauskam, leuchteten die Türme in voller Pracht.

Während Meli gleich zu Beginn einen Abschnitt des Rim-Trail wanderte, wagte ich mich etwas später in das Tal hinunter. Auf der 10km langen 8er-Kombination (Queens/Navajo + Peekaboo-Loop) legte ich dabei 500 Höhenmeter zurück oder wie meine Uhr sagen würde 155 Stockwerke. Doch die war es auch wert! Während die Strecke auf dem Queens und Najavo Trail vom Personenaufkommen noch einer Autobahn glich, wurde es auf dem Peekaboo-Abschnitt schlagartig leer und so konnte ich den zweiten Teil der Wanderung bei grandioser Landschaft richtig genießen.

Lara vergnügte sich zwischenzeitlich natürlich schon längst wieder im Pool auf dem Campground...wo auch sonst. Als ich wieder dazu stieß, liefen wir eine kleine Runde durch die Ortschaft, wo die Hälfte der Geschäfte leider aber noch geschlossen hat und nur am Wochenende öffnet. So voll wie es jetzt aber teilweise schon im Park ist, will ich nicht wissen wie das in der Hochsaison aussieht...

Abends versuchten wir unser Glück noch beim Sonnenuntergang im Park, aber leider verhinderten Wolken das bekannte Glühen der Hoodoos. Vielleicht haben wir morgen früh mehr Glück...

(Links Navajo Trail, rechts Peekaboo) 

Dienstag, 16. Mai 2023

Tag 21: Scenic Byway #12 vom Capitol Reef NP zum Bryce Canyon NP

Nach dem Aufstehen und einer Runde Pferde streicheln ging es los in Richtung Bryce Canyon. Wir hielten noch kurz an einigen Felszeichnungen des Capitol Reef NP, bevor wir dann auf den 'Scenic Byway #12' abbogen. 

Dieser hielt landschaftlich die gesamte Bandbreite parat, die der Westen der USA so zu bieten hat: Aus grünen Tälern ging die Straße zunächst stetig bergauf und plötzlich fanden wir uns in Waldgebieten mit Schnee am Fahrbahnrand wieder. Nach einem Gebirgspass wandelte sich dann die Landschaft und wir fuhren durch riesige weiße Felslandschaften und über Bergrücken bis zum nächsten Tal, durch das ein kleiner Fluss floss. Eigentlich war dort eine Wanderung zu einem schönen Wasserfall geplant, die wir wegen unser 'wanderbegeisterten' Tochter dann aber doch lieber sein ließen. 

Stattdessen folgten wir der Straße an grünen Pferdeweiden vorbei weiter bis zum Örtchen Escalante, wo wir uns erneut wie im Wilden Westen fühlten. Nach einem Einkauf im stilechten Grocery Store und einer leckeren Stärkung bei einem Drive-In Burger Imbiss, ging es aber direkt weiter in Richtung des Bryce Nationalpark.

Zwischenzeitlich hatten uns leider wieder einige Unwetter eingeholt. Aber kaum waren diese vorbei, war Lara nicht mehr davon abzuhalten auf direktem Weg den Pool unseres heutigen Campingplatzes am Rande des Nationalparks auszuprobieren. Dieser war zum Glück ganz gut beheizt, so dass man es darin gut aushalten konnte.

Montag, 15. Mai 2023

Tag 20: Capitol Reef NP

Das Wetter scheint hier momentan leider etwas umzuschwenken. Während sich die Regennacht im Wohnmobil noch gut aushalten ließ, verhielt es sich bei der Ankunft im Capitol Reef Nationalpark etwas anders. Es stand nämlich gerade ein Unwetter bevor und so wurden wir vor den Rangern gleich vor möglichen Sturzfluten in den Canyons gewarnt. Die eigentlich angedachte Wanderung fiel damit erstmal buchstäblich ins Wasser.

Dafür trafen wir vor dem Visitor Center zufällig schon Lea und Achim, zwei Kollegen von uns, mit denen wir eigentlich erst für später am Tag verabredet waren. Sie machen ungefähr die gleiche Route wie wir, nur in umgekehrter Richtung und hatten heute Nacht den gleichen Campground wie wir gebucht. 

Als wir auf den Campingplatz fuhren, erwartete uns erstmal eine grasende Herde von Rehen und nach einer wetterbedingt etwas ausgedehnteren Zwangs-Mittagspause machten wir uns schließlich doch noch ein bisschen auf den Weg, den Nationalpark zu erkunden.

Der Scenic Drive durch den Nationalpark und die anschließende Wanderung durch den Capitol Gorge Canyon waren im Vergleich zu den bisherigen Parks leider etwas enttäuschend, dafür hatten wir aber mit Lea und Achim jede Menge an Erfahrungen auszutauschen und eine super Wegbegleitung, so dass das nicht so sehr ins Gewicht fiel. 

Nachdem das Wetter noch etwas hielt, konnten wir anschließend noch gemeinsam Grillen und einen Ranger-Vortrag zu den 'Tieren der Nacht' anhören. Als wir allerdings danach gemeinsam am Lagerfeuer saßen, holten uns die Unwetter wieder ein und wir mussten früher als gewollt in unsere Wohnmobile flüchten. 

(Nachdem die Netzabdeckung hier momentan quasi nicht vorhanden ist, habe ich heute zwei Tage auf einmal hochgeladen - schaut gerne auch in den gestrigen noch rein, als wir im Goblin Valley waren!)