Da wir uns mit der Familie im Camper neben uns so gut verstanden und für heute Vormittag den gleichen Plan hatten, beschlossen wir alle gemeinsam loszuziehen. So machten wir uns auf den Weg zu einer kleinen Wanderung in der Karangahake-Schlucht, in der sich auch schon unser Campground befand.
In der dortigen Region wurde früher eifrig Gold und Silber abgebaut, weshalb es dort noch jede Menge alter Minentunnel, Gleise und Relikte aus den alten Zeiten gibt. Auf kleinen Wegen ging es dann an diesen Sehenswürdigkeiten vorbei beziehungsweise durch die Tunnel hindurch. In einige der schmalen und niedrigen Minenschächte konnte man noch ein Stück weit hineinmarschieren und im zweiten Teil der Wanderung ging es dann noch durch einen etwa 1 km langen alten Eisenbahntunnel. Die Wanderung machte mal wieder super viel Spaß, insbesondere da wir uns diesmal auch noch die ganze Zeit mit Sven und Alex unterhalten und austauschen konnten. Wir fanden sogar heraus, dass wir einen gemeinsamen Bekannten (ein Kollege von uns) haben...wie klein doch die Welt ist!
Nach der Wanderung trennten sich die Wege dann leider aber vorerst schon wieder, da wir verschiedene Routen fahren. Eventuell treffen wir uns am Ende der Reise aber nochmal wo oder dann spätestens in Deutschland wieder.
Für uns ging es nur eine knappe Stunde weiter an die Küste zwischen der Coromandel Halbinsel und Auckland. Als wir dort an unserem Freedom-Campingplatz ankamen staunten wir aber erstmal nicht schlecht: Eigentlich liegt dieser direkt am Meer...das war aber weit und breit nicht zu sehen! Ein Blick auf die Gezeitenkarte brachte dann aber recht schnell Licht ins dunkel. Wir waren exakt zur Ebbe eingetroffen und das Wasser hatte sich hier dadurch bis zum Horizont zurück gezogen. Unsere Überlegung eventuell noch ins Wasser zu hüpfen, hatte sich dadurch dann recht schnell erledigt.
Das Wetter war heute allerdings sowieso nicht so ganz auf unserer Seite, denn immer wieder gab es kurze Regenschauer und es windete ziemlich stark. Nachdem Lara dann zunächst trotzdem noch eine Runde im Sand gespielt hatte, zogen wir uns erstmal in unseren Camper zurück, von dem wir direkt am Strand parkend eine erstklassige Aussicht bis zur gegenüberliegenden Halbinsel hatten.
Lara traf abends auch hier noch eine kleine, deutsche Spielkameradin und fiel dann müde ins Bett. Für uns heißt es jetzt erstmal Daumen drücken, dass das Wetter sich etwas bessert, denn morgen geht's nochmal an einen Strand ein bisschen weiter nördlich, an dem wir gerne Baden würden.