Sonntag, 10. März 2019

Abel Tasman Nationalpark

Meli hatte gestern im Lonely Planet entdeckt, dass sonntags in Motueks ein kleiner Markt stattfindet, also begannen wir den heutigen Tag gleich mal damit. Auf einem Parkplatz gab es alles mögliche, angefangen bei Obst aus der Region, über irgendwelche alten Flohmarktsachen bis hin zu internationaler Küche, wie beispielsweise argentinische Chorizo oder bayerische Bratwürste. Da wurden wir natürlich gleich mal schwach und so gab es heute warmes Frühstück und nen 6er-Pack eingeschweißte Bratwürste zum Grillen haben wir auch gleich eingepackt...die neuseeländischen Würstchen schmecken nämlich nicht :-D

Anschließend stand erstmal ein ziemliches Gegurke auf dem Programm. Wir wollten zum einzigen mit dem Camper erreichbaren Campingplatz im nördlichen Bereich des Abel Tasman Nationalpark. Dazu ging es erstmal in Serpentinen über einen ganz ordentlichen Berg, bevor die Fahrbahn dann ca. 10 km vor dem Ziel auch noch in eine Schotterpiste vom feinsten überging. Dennoch erreichten wir recht zeitig unser Ziel und machten uns nach dem Mittag auf den Weg, um ein Stück des 'Great Walks' zu laufen.

Optimistisch wie wir sind, hofften wir nämlich trotz angekündigtem Regen in einer der nördlichen Buchten etwas Baden zu können. So stapften wir erstmal munter los. Bald stellte sich jedoch heraus, dass die Definitionen von Küstenwanderungen hier durchaus variieren: So ging es nämlich erstmal einige Kilometer (immerhin in Küstennähe) bergauf und bergab durch den Dschungel. Trotzdem schlugen wir uns tapfer durch und erreichten schon nach einer dreiviertel Stunde die erste Badebucht. Sogar das Wetter hatte sich gedreht und belohnte uns mit schönstem Sonnenschein!

Nur eine spielte nicht so ganz mit: Lara war nämlich kurz vor dem Zwischenziel in der Kraxe mal wieder eingeschlafen. So entschieden wir uns dann dazu, die schöne Bucht erstmal zu passieren und uns über den nächsten Hügel auf den Weg zu einer weiteren Bucht zu machen. Eine weitere dreiviertel Stunde später erreichten wir diese dann und zwischenzeitlich war auch Lara wieder wach. So genossen wir dann die unerwartete Sonne und das Meer an einem herrlichen, menschenleeren Sandstrand wie aus dem Bilderbuch!

Der einzige Haken an der Sache: Irgendwann mussten wir die 6 km zum Camp dummerweise auch wieder zurück laufen...und der einzige Weg führte zurück über beide Hügel. So hieß es dann gegen 17 Uhr Sachen packen und losmarschieren. Das Abendessen hatten wir uns 1,5 Stunden später, als wir das Camp erreichten redlich verdient :-)