Das lange Durchhalten von Lara gestern Abend bescherte uns heute früh den längsten Schlaf des Urlaubs. Erst um kurz nach 9 wurde die kleine Maus richtig munter und dann war es auch wirklich an der Zeit - bis um 10 Uhr mussten wir nämlich im Holiday Park unseren Platz räumen. So verlagerten wir unser Frühstück dann einfach ans schöne Seeufer in die Nähe des Wanaka Tree. Zu diesem (eigentlich gar nicht so besonderen) Baum schwärmten dann schon früh am Morgen unzählige Asiaten, die Selfies und sonstige Fotoshootings in allen denkbaren Posen absolvierten. Es sind insgesamt hier sehr viele Asiaten anzutreffen, allerdings lustigerweise nur an den Haupt-Touri-Spots (ansonsten findet man kaum welche - keine Ahnung wo die immer aus den Löchern schlüpfen). Dort steht dann aber auch fast immer sogar chinesisch sprechendes Personal an den Infoständen usw parat.
Später als geplant fuhren wir dann aus der Stadt hinaus, nur um kurz danach gleich wieder anzuhalten. Kurz nach dem Ortsende kommt nämlich die Puzzling-World - genau das richtige für so verspielte Kinder wie uns. Zunächst irrten wir eine halbe Stunde lang durch ein riesen Labyrinth, bevor wir uns in die Illusionsräume begaben. Insgesamt ein echt lustiger Zeitvertreib, wenn auch sicherlich kein Pflichtstopp in Neuseeland.
Anschließend ging es dann aber wirklich los: Durch Lindis Valley, eine tolle Hochebene und einen Pass ging es zunächst zum kleinen Ort Omarama, neben dem sich die Clay Cliffs befinden. Die letzten Kilometer dorthin mussten wir über eine Wellblech-Schotterpiste vom feinsten tuckern...da wurden wieder Erinnerungen an Namibia wach. Aber der Weg dorthin sollte sich lohnen: Ausgestattet mit Kraxe und Wanderstiefeln ging es mitten rein in die zerklüfteten Lehmtürme. In einer Art 'Innenhof' leuchteten die Türme im Sonnenlicht richtig schön. Mehr als eine halbe Stunde verbringt man in der abseits gelegenen Attraktion jedoch eher nicht, zumal das ganze Gekraxel doch auch anstrengend wurde mit Lara auf dem Rücken.
Sie beschloss dann auf der Weiterfahrt auch nochmal ein Schläfchen zu machen, was uns ganz gelegen kam. So entschieden wir uns kurzfristig doch ein bisschen weiter als ursprünglich geplant zu fahren. Vorbei am türkis leuchtenden Gletschersee Lake Pukaki hielten wir geradeaus auf den am Horizont eindrucksvoll thronenden Mount Cook zu. Mit seinen 3724 m ist er der höchste Berg Neuseelands. Allein schon die Anfahrt dorthin war ein tolles Erlebnis.
Direkt am Fuße des Berges schlugen wir im DOC Whitehorse Hill Campingplatz unser Nachtlager auf. Mit Blick auf die ersten Gletscherzungen endete der heutige Tag, damit wir morgen gut erholt zu einer kleinen Wanderung durch das Tal starten können.