Heute Vormittag stand noch etwas Kultur auf dem Programm, bevor wir uns auf den Weg in die neuseeländische 'Wildnis' machen wollten.
Nach dem Frühstück ging es für uns nämlich ins Otago Museum, wo wir uns zunächst mal Ausstellungen zu den Maori und sonstigen Urvölkern der Pazifik-Region anschauten. Anschließend wurde es etwas moderner. Das Museum beherbergt nämlich auch ein interaktives 'Science Centre'. Das ist in etwa sowas wid die Experimenta bei uns in Deutschland, wem das was sagt. Man kann dort alle möglichen Naturphänomene selbst ausprobieren und sich nach belieben austoben. Meli und ich wurden dort wieder zu kleinen Kindern und auch Lara hatte ihren Spaß dabei.
Außerdem gehörte noch ein Schmetterlingshaus dazu, wo wir genau richtig kamen: Eine Mitarbeiterin ließ dort gerade frisch 'geschlüpfte' Schmetterlinge frei. Diese waren noch so neugierig (oder faul), dass wir sie ohne Probleme vorsichtig auf die Hand nehmen und aus nächster Nähe bestaunen konnten. Manche waren so anhänglich, dass sie mir mehrere Minuten auf dem Pulli sitzen blieben. Eine echt tolle Erfahrung.
Nach dem Mittagessen machten wir uns dann auf den Weg in die Catlins. Auf diese Region freue ich mich besonders: Unberührte Natur, Wasserfälle, Tiere, wilde Küste und keine Städte. Je weiter wir in Richtung Süden kamen, desto kleiner und kurviger wurden die Straßen.
Unser Tagesziel waren die Purakanui Falls - kleine, aber wunderschöne Wasserfälle, die mein Fotografenherz höher schlagen ließen. Während ich noch kreuz und quer durchs Flussbett sprang, machten Meli und Lara sich irgendwann schon wieder auf den Rückweg zum Camper.
Nachdem auch ich dann meinen Weg wieder dorthin gefunden hatte, fuhren wir zu unsrem nächsten Übernachtungsplatz. Diesmal stand unsere erste DOC Campsite auf dem Programm. Das sind meist einfache, aber schön gelegene Campingplätze ohne Stromanschlüsse oder sonstigen Komfort. Da wir aber mit unsrem Camper super ausgestattet sind, macht das nichts aus und so ergatterten wir diesmal einen Standplatz direkt an der Beachfront. Nachdem wir leckere Spaghetti Bolognese gegessen hatten und Lara schlief, saßen Meli und ich noch mit nem Fläschchen Weißwein gemütlich in die Fahrerkabine und schauten den Wellen in der Brandung zu (oder ehrlich gesagt schrieb ich mehr Blog als rauszuschauen, aber das klingt nicht so romantisch...).