Sonntag, 24. März 2019

Waipu Cave + Whangarei

Nachdem es nachts nochmal geregnet hatte, begann der Tag mit einem schönen Sonnenaufgang am Strand. Ich sprang gleich mal raus ans Wasser und machte mit der Drohne ein paar Aufnahmen, während meine Mädels noch im Bett eine Runde spielten.

Da es hier in Northland allerdings noch so viel zu sehen gibt, hieß es nach dem Frühstück dann auch schon wieder Abschied nehmen von diesem tollen Ort. Es ging nämlich weiter zur Waipu Cave. Das ist quasi die kostenlose Alternative zu den Waitomo-Glühwürmchen-Höhlen.

Also hieß es Camper parken, Badeschuhe an, Stirnlampen auf und rein in die Unterwelt. Im ersten Höhlenraum voller Stalaktiten und Stalakmiten ließen wir unseren Augen etwas Zeit, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Dann kraxelten wir durch einen seichten Fluss weiter in die nächste größere Aushöhlung und wurden dort empfangen von einem Sternenhimmel aus Glühwürmchen. Es war erneut einfach faszinierend, wie man in der absoluten Dunkelheit alleine durch diese tausenden kleinen Lichtchen die Konturen der ganzen Höhle erkennen konnte. Man sollte allerdings nicht allzu sehr ins Detail gehen, denn das Glühende sind keine süßen Würmchen, sondern die Ausscheidungen einer Mückenlarve...

Nach weiterem Geklettere erreichten wir noch einen dritten Höhlenraum, die sogenannte Kathedrale (der größte Raum eines jeden Höhlensystems), bevor wir uns dann wieder auf den Rückweg machten. Meli und Lara gingen zurück zum Camper, während ich versuchte dieses fabelhafte Naturschauspiel irgendwie zumindest ein bisschen fotografisch festzuhalten. Ob es mir gelungen ist, weiß ich selbst noch nicht so genau.

Als dann gegen Mittag wieder Partybusse voller Asiaten in Gummistiefeln anrückten (ja, die mögen wir hier irgendwie nicht so...), fuhren wir schnell weiter in Richtung Whangarei, wo mal wieder der Camper-Alltag anstand: Dumpen, Tanken, Einkaufen.

Anschließend ging es noch zu einem kleinen Spaziergang in einen dortigen Wald. Hier muss man lustigerweise - aber eigentlich leider - zunächst mal durch eine Schuh-Waschstraße. Der Grund dafür ist nämlich, dass die Jahrhunderte alten Kauri-Bäume derzeit durch einen Pilz bedroht werden, der sie absterben lässt und der durch Wanderer vermutlich weiter verbreitet wird. Nachdem wir also gewissenhaft unsere Schuhe geschrubbt und desinfiziert hatten, konnten wir ein paar der Riesen der hiesigen Wälder dann zum ersten Mal aus der Nähe bestaunen.

Am Ende des Tages ging es mal wieder zu einer Freedom Campsite direkt am Meer - diesmal allerdings auch direkt am Straßenrand in einem kleinen Ort. Echt interessant wie unterschiedlich man hier überall campen kann oder darf...