Heute stand unsere bislang schwerste Entscheidung hier in Neuseeland an: Sollten wir zum Milford Sound fahren oder nicht?
Wir hatten es uns bis zuletzt offen gelassen und waren selbst während der heutigen Fahrt noch am überlegen. Schließlich ist der Milford Sound eines der absoluten Highlights Neuseelands...auf der anderen Seite aber wohl auch der überlaufendste Ort auf der Insel und ein riesen Umweg, da der Weg zum Sound eine Sackgasse ist.
Letztendlich entschieden wir uns schweren Herzens dazu den Milford Sound auszulassen und die dadurch gewonnenen Tage erstmal mitzunehmen - wer weiß wofür wir sie noch brauchen werden.
So stand also für uns der (fast) direkte Weg nach Queenstown auf dem Programm, was auch knackige 280 km von der Curio Bay aus bedeutete. Was nicht nach sooo viel klingt ist mit Kleinkind und Camper eine nicht zu unterschätzende Strecke. Leider mag Lara das Autofahren mittlerweile überhaupt nicht mehr, so dass wir hauptsächlich die Zeiten zu nutzen versuchen, in denen sie ihren Mittagsschlaf macht. Leider geht das - so wie heute - nicht immer, was dann für alle von uns sehr anstrengend wird.
Mit einigen Stopps schafften wir es letztlich aber doch noch bis nach Queenstown. Der kleine Ort war das absolute Kontrastprogramm zu den Catlins: Tausende Leute und Autos in einem gefühlt winzigen Ort! Grund genug für uns gleich ein Stückchen weiterzufahren. Als Übernachtungsplatz hatten wir uns nämlich den Moke Lake ausgesucht. Ein kleiner See, nur etwa 10 km hinter Queenstown...und doch eine andere Welt. Da war sie wieder die neuseeländische Natur und Ruhe! Von Bergen umgeben und bei strahlendem Sonnenschein lud uns der glasklare See gleich mal zum Baden ein :-)
Lara genoss das Planschen im doch recht kühlen See in vollen Zügen und wollte gar nicht mehr heraus. Anschließend grillten wir uns noch was zu essen und als Lara im Bett war, bestaunten Meli und ich hier den fantastischen Sternenhimmel. So viele Sterne haben wir bisher nur in der Atacama-Wüste gesehen. Da es in etwa das gleiche Himmelsbild war, konnten wir sogar wieder Milchstraße, Orion und Co entdecken.
Zum Abschluss des Abends konnte ich es mir natürlich dann auch nicht nehmen lassen, den Sternenhimmel zu fotografieren, als meine Mädels schon schliefen. In der stockfinsteren Nacht (keine Ahnung wo der Mond heute geblieben ist?!) kamen mich dann noch ein Possum und ein Igel besuchen, wobei ich nicht weiß wer von uns mehr erschrocken ist, als wir uns entdeckten :-D