Nach einem herrlichen Sonnenaufgang am Strand (den meine beiden Mädels verschliefen) ging es heute zum letzten Mal auf in den Norden.
Zunächst hielten wir bei einer kleinen Halbinsel, der Mahinepua Peninsula. In einem unserer Reiseführer hatten wir den Tipp zu einem abgelegenen zweistündigen Wanderweg dort gelesen. Also ging es für Lara mal wieder ab in die Kraxe und wir folgten einem kleinen Trampelpfad in Richtung der vor uns liegenden Hügel. Der Wanderweg führte durch herrliche Natur und hatte super schöne Ausblicke die Küste entlang. Am Ende des Weges kamen wir noch mit zwei Einheimischen ins Gespräch, die sich sogar für die Flüchtlingssituation in Deutschland interessierten. Anschließend ging es den lohnenswerten Weg wieder zurück zum Camper, wobei wir in den zwei Stunden insgesamt lediglich 6 anderen Personen begegneten - es war also tatsächlich noch ein echter Geheimtipp!
Dann stand uns die etwas längere Fahrt zum obersten Zipfel Neuseelands bevor. Überraschenderweise war es eine super asphaltierte Straße die wiederum durch herrliche Natur führte und die Fahrt somit nicht langweilig werden ließ. Gegen 16 Uhr erreichten wir schließlich das Cape Reinga. Zu Fuß ging es die letzten paar hundert Meter zum Leuchtturm und dann waren wir da: Am nördlichsten Punkt unserer Reise! Ein schöner, wenn auch etwas wehmütiger Moment, denn gleichzeitig bedeutete das, dass jetzt bald das Ende unseres kleinen Abenteuers bevorsteht. Dennoch genossen wir den Ausblick auf die Ozeane, denn direkt vor uns trafen der Pazifik und das Tasmanische Meer aufeinander.
Anschließend wurde es etwas kompliziert, denn eigentlich wollten wir uns heute Abend mit Sven, Alex, Niko und Celine treffen, der Familie aus Renningen. Blöd nur, dass die kein Internet mehr haben und hier oben auch die Telefonnetz-Abdeckung nahezu nicht vorhanden ist. Wir mussten schließlich zwischen zwei in Frage kommenden Campsites pokern und entschieden uns für die näher gelegene an der Spirits Bay. Am Ende einer etwa 16km Schotterstraße kamen wir schließlich dort an...und wurden leider enttäuscht. Die anderen waren nirgendwo zu finden. Als wir gerade wieder ein Stück zurückfuhren, um unser Glück mit dem Handynetz zu versuchen, kam uns aber glücklicherweise ein sehr bekannter Campervan entgegen! Lara war überglücklich über ihre Spielkameraden und wir aßen anschließend alle gemeinsam zu Abend.
Währenddessen kam übrigens noch ein Angler mit einem riesen Fisch vorbei, den er heute gefangen hatte. Als er fragte, ob wir ihn geschenkt haben möchten, schauten wir ihn erst ungläubig an. Er hatte heute allerdings etwa 15 Stück davon geangelt und so nahmen wir unser morgiges Abendessen gerne entgegen!