Posts mit dem Label Catlins werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Catlins werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 1. März 2019

Durch die Catlins zur Curio Bay

Nachdem das Internet jetzt wieder tut, kommen gleich zwei Beiträge auf einmal. Der gestrige ist jetzt direkt eins weiter unten - also vielleicht zuerst den lesen ;-)

Der heutige Tag begann dann mit einer genau so schönen Aussicht, wie der gestrige geendet hatte. Nach einem kurzen Frühstück hieß es jedoch wieder Abschied nehmen von unserem lauschigen Plätzchen und es ging (wie eigentlich immer) weiter in Richtung Süden.

Der erste Zwischenstopp war bald erreicht. Es handelte sich um die Lost Gypsy Gallery. Ein verrückter Künstler bastelt hier seit 19 Jahren lauter kleine Spielsachen und Gerätschaften, die zwar kein Mensch braucht, die aber herrlich anzuschauen sind. An fast allen Kreationen konnte man irgendwelche Schalter drücken, Kurbeln drehen oder sie sonstwie in Bewegung setzen. Dadurch bekam dann entweder Trump eine Backpfeife, Delfine sprangen in Wellen über das Wasser oder Muscheln gaben Glucksgeräusche von sich. Auf jeden Fall ein kurzweiliger Zwischenstopp und eine hervorragende Chai Latte gab es dort auch noch.

Als nächstes hielten wir an einem kleinen See, den wir anfangs für uns alleine hatten. Das war gleichzeitig einer der wenigen Orte, an dem ich eine Fluggenehmigung für die Drohne erhalten hatte, weshalb ich gleich mal mein Glück versuchte. Der Wind war etwas grenzwertig und als Landeplattform diente lediglich ein kleiner Steg direkt über dem Wasser, aber letztendlich hat die Drohne überlebt und hoffentlich ein paar schöne Momente eingefangen.

Gleich darauf stoppten wir an einem weiteren Drohnen-Spot: den McLeans Wasserfällen. Dorthin gelangte man über eine kleine Wanderung, die durch den ursprünglichen Wald der Catlins führte. Ich kam mir von der Landschaft her ein bisschen vor wie in Jurassic Park - überall grüne Farne, Lianen und verwachsene Bäume. Der Weg zu den Fällen alleine war schon die Wanderung wert. Die Wasserfälle standen dem jedoch in nichts nach...zum Leidwesen meiner beiden Mädels. Mit Drohne UND Kamera blieb für die beiden nämlich keine Zeit mehr übrig.

So ging es dann mit etwas schlechterer Stimmung weiter zum südlichsten Punkt unserer Reise, der Curio Bay. Dort dauerte es zum Glück nicht lange, bis sich die Stimmung wieder besserte: In der Bucht sind nämlich kleine Hector Delfine zu Hause, die munter unmittelbar vor dem Strand in den Wellen umhersprangen. Während Lara den Strand unsicher machte und sich von oben bis unten einsandelte, trauten Meli und ich uns dann sogar ins eiskalte Wasser, um den Delfinen noch ein bisschen näher zu kommen. Mit einem kleinen Trick, den ich kurz vorher dankenswerterweise erfahren hatte, gelang es mir die Delfine bis auf wenige Zentimeter zu mir zu locken. Sie umkreisten mich kurz in rasendem Tempo, bevor sie wieder in die Wellen auf und davon sprangen. Wirklich herrlich :-)

Abend grillten wir uns dann noch leckere Burger und planten die nächsten Tage, in denen es dann zur Abwechslung mal in Richtung Norden geht.

Auf in die Catlins!

Heute Vormittag stand noch etwas Kultur auf dem Programm, bevor wir uns auf den Weg in die neuseeländische 'Wildnis' machen wollten.

Nach dem Frühstück ging es für uns nämlich ins Otago Museum, wo wir uns zunächst mal Ausstellungen zu den Maori und sonstigen Urvölkern der Pazifik-Region anschauten. Anschließend wurde es etwas moderner. Das Museum beherbergt nämlich auch ein interaktives 'Science Centre'. Das ist in etwa sowas wid die Experimenta bei uns in Deutschland, wem das was sagt. Man kann dort alle möglichen Naturphänomene selbst ausprobieren und sich nach belieben austoben. Meli und ich wurden dort wieder zu kleinen Kindern und auch Lara hatte ihren Spaß dabei.

Außerdem gehörte noch ein Schmetterlingshaus dazu, wo wir genau richtig kamen: Eine Mitarbeiterin ließ dort gerade frisch 'geschlüpfte' Schmetterlinge frei. Diese waren noch so neugierig (oder faul), dass wir sie ohne Probleme vorsichtig auf die Hand nehmen und aus nächster Nähe bestaunen konnten. Manche waren so anhänglich, dass sie mir mehrere Minuten auf dem Pulli sitzen blieben. Eine echt tolle Erfahrung.

Nach dem Mittagessen machten wir uns dann auf den Weg in die Catlins. Auf diese Region freue ich mich besonders: Unberührte Natur, Wasserfälle, Tiere, wilde Küste und keine Städte. Je weiter wir in Richtung Süden kamen, desto kleiner und kurviger wurden die Straßen.

Unser Tagesziel waren die Purakanui Falls - kleine, aber wunderschöne Wasserfälle, die mein Fotografenherz höher schlagen ließen. Während ich noch kreuz und quer durchs Flussbett sprang, machten Meli und Lara sich irgendwann schon wieder auf den Rückweg zum Camper.

Nachdem auch ich dann meinen Weg wieder dorthin gefunden hatte, fuhren wir zu unsrem nächsten Übernachtungsplatz. Diesmal stand unsere erste DOC Campsite auf dem Programm. Das sind meist einfache, aber schön gelegene Campingplätze ohne Stromanschlüsse oder sonstigen Komfort. Da wir aber mit unsrem Camper super ausgestattet sind, macht das nichts aus und so ergatterten wir diesmal einen Standplatz direkt an der Beachfront. Nachdem wir leckere Spaghetti Bolognese gegessen hatten und Lara schlief, saßen Meli und ich noch mit nem Fläschchen Weißwein gemütlich in die Fahrerkabine und schauten den Wellen in der Brandung zu (oder ehrlich gesagt schrieb ich mehr Blog als rauszuschauen, aber das klingt nicht so romantisch...).