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Mittwoch, 13. März 2019

Marlborough Sounds

Die letzte Nacht war nicht so der Bringer. Wir übernachteten kostenlos auf einem Supermarktparkplatz mitten in der Stadt. Das war zwar grundsätzlich ganz geschickt, aber dafür schlief zunächst Lara sehr unruhig, dann fuhr mitten in der Nacht offenbar jemand ein Rennen quer über den Parkplatz und morgens um 6 Uhr kam die Straßenreinigung und machte Rambazamba...

Naja, wenig erholt starteten wir schließlich in den Tag und machten uns erstmal auf den Weg zum Farmer's Market. Der war allerdings wesentlich mickriger als wir erwartet hatten und die Hälfte der Stände kannten wir bereits aus Motueka. So suchten wir erstmal weiter nach einer Frühstücks-Option. Nur eine Straße weiter entdeckten wir ein süßes, kleines, französisches Café (The Baker's) mit selbstgemachtem Pain au Chocolat und leckerer Chai Latte - absolut empfehlenswert!

Anschließend stöberten wir noch durch einen Buchladen, wo wir für Lara süße neuseeländische Bilderbücher fanden, bevor wir Nelson dann auch schon wieder verließen.

Auf der Fahrt legten wir einen Zwischenstopp an der Pelorus Bridge ein. Für Hobbit-Fans ein kurzer Pflichtstopp: Unter der Brücke wurde die Szene gedreht, bei der die Zwerge in Holzfässern den Fluss hinunter gespült werden (zweiter Teil von Der Hobbit). Geschickterweise durfte ich dort auch Drohne fliegen und konnte so die Szene quasi nachfliegen...nur leider ohne Holzfässer und bei wesentlich dreckigerem Wasser, da es die letzten Tage geregnet hatte.

Dann erreichten wir auch schon die Marlborough Sounds, mal wieder eine tolle Küstenregion mit herrlichen Ausblicken. Dort checkten wir erstmal in einem Farmstay ein. Ein kleiner familienorientierter Holidaypark mit Schafen, Ziegen und Schweinen und einer Wandermöglichkeit zu einem kleinen Wasserfall und Glowworms.

Da das Wetter mal wieder der Regen-Vorhersage trotzte, verbrachten wir den Nachmittag noch an einem kleinen Strand, bevor wir uns um 8 Uhr zur Wanderung aufmachten. Da Lara nachmittags nochmals ein ordentliches Nickerchen eingelegt hatte, machte sie in der Kraxe super mit. Auf einem kleinen Trampelpfad ging es zunächst an einem kleinen Bach entlang mitten hinein in einen kleinen Wald. Und im nächsten Moment kamen wir uns vor wie in Avatar. Um uns herum gingen nach und nach immer mehr blaue Lichter an und sorgten für eine magische Stimmung! Schaut man sich die Lichtchen mal genauer an, findet man drumherum lauter kleine Perlenketten hängen, die Insekten fangen sollen. Mein Foto unten ist ein bisschen unscharf, aber ich glaub man erkennt es ein wenig. Wir genossen auf jeden Fall den tollen Spaziergang und freuen uns schon auf die nächsten Glowworms, von denen wir auf der Nordinsel hoffentlich noch einige sehen werden.

Morgen Nachmittag setzen wir nämlich mit der Fähre nach Wellington über und müssen die Südinsel leider schon hinter uns lassen.

Dienstag, 12. März 2019

1 Jahr Lara und der dramatische Wharariki Beach

1 Jahr alt ist unsere kleine Maus jetzt schon! Hier sogar schon 12 Stunden früher, als sie es in Deutschland geworden wäre. Grund genug ein bisschen zu feiern, aber dazu später mehr.

Los ging es nämlich mit dem einsamen, wilden und wundervollen Wharariki Beach. Dieser Strand befindet sich im äußersten Norden der Südinsel und da er sich am besten bei Ebbe erkunden lässt, hieß es früh losfahren. Um 9 Uhr waren wir dann schon da und kletterten über ein paar Hügel und Dünen auf den riesigen feinsandigen Strand, wo wir die ersten Felsen und Aushöhlungen erkundeten, für die der Strand so bekannt ist. Es dauerte nicht lange, bis wir die ersten Robben mit ihren Babys entdeckten und nach der nächsten Biegung fanden wir dann einen Pool, in dem die kleinen wild herumschwammen und spielten. Dem süßen Schauspiel widmeten wir bestimmt eine viertel Stunde, bis wir uns wieder losreißen konnten. So wanderten wir weiter den Strand entlang und beschlossen am Ende einen alternativen Rückweg über das Inland zu wählen.

Hier kommt jetzt der dramatische Teil aus der Überschrift ins Spiel: Als ich von dem kleinen Pfad aus nämlich noch ein paar Drohnen-Aufnahmen machte, liefen Meli und Lara schonmal voraus. Im Versuch sie wieder einzuholen, kam ich irgendwo vom Weg ab und schlug mich über Hügel und Wälder schließlich bis zum Parkplatz durch, wo Meli und Lara jedoch nie angekommen waren! Ich beschloss also den ganzen Weg nochmals abzulaufen, um zu schauen wo sie geblieben sind...doch auch eine weitere Runde brachte keinen Erfolg. Zwischenzeitlich war fast eine Stunde vergangen und die beiden hätten längst am Parkplatz angekommen sein müssen. Ich informierte und befragte zwischenzeitlich alle Touristen, aber keiner hatte die beiden gesehen. Erst als ich schon fast dabei war Suchtrupps zusammen zu stellen und die Polizei zu verständigen, entdeckte eine andere Touristin Meli am Horizont herannahen! Nachdem ich völlig außer Atem hingeeilt war, stellte sich heraus, dass beide wohlauf waren. Was war passiert? Meli hatte kurz nachdem wir uns getrennt hatten hinter einer Biegung am richtigen Weg beschlossen auf mich zu warten...dummerweise verpasste ich diese Biegung jedoch. Und so wartete und wartete sie ewig, in dem Glauben, dass ich immer noch Fotos schieße, während ich schon panisch nach meinen Mädels suchte. Erst als Meli mich bei meiner Suche aus der Ferne am Horizont sah, lief sie zurück zum Parkplatz, wo wir uns schließlich trafen. Was für eine Aufregung!!!

Nach dem ganzen Stress war uns die Lust an einer zweiten angedachten Wanderung vergangen und so beschlossen wir lediglich zum Aussichtspunkt am 'Cape Farewell' - dem tatsächlich nördlichsten Punkt der Südinsel - zu fahren. Lara hat das ganze übrigens nichts ausgemacht, weil sie die ganze Such- bzw. Warte-Aktion in der Kraxe verschlafen hatte und nun vergnügt auf den Ozean schaute.

Anschließend stand die lange Fahrt zurück auf dem Programm. Wir wollten nämlich weiter nach Nelson, also wieder die ganze Golden Bay hinunter, über den Takaka Hill drüber, am Abel Tasman vorbei und dann in Richtung Osten. Die Fahrt verlief jedoch besser als gedacht und Lara schlief super dabei, so dass wir nachmittags noch ankamen und endlich ein bisschen feiern konnten.

In einem kleinen Park suchten wir uns eine freie Bank, pusteten einen Luftballon auf, servierten Lara ihren ersten Muffin und platzierten eine passende Kerze darauf. Den Muffin lies sich Lara  schmecken und die Spatzen freuten sich über das Festmahl an Krümeln, die Lara fallen ließ. Anschließend ging es noch weiter zu einem Asiaten, bevor wir uns bei schlechter werdendem Wetter wieder in unseren Camper verzogen.