Donnerstag, 18. August 2016

Omburo-Ost - Tag 2

Mit einem leckeren Frühstück begann der Tag auf unserer Farm. Man merkt hier allerdings schon deutlich den Unterschied zu einer Lodge. Es springen keine Angestellten um einen rum, es gibt kein W-Lan, keinen Aussichtspunkt und keine beleuchtete Wasserstelle hier. Alles ist sehr einfach gehalten und um einen herum herrscht absolute Stille. Hendrik, der Farmer, kann einem da fast ein bisschen Leid tun, vor allem da er aufgrund der anhaltenden Dürreperiode  (bereits das dritte Jahr in Folge!) alle seine Rinder verkaufen musste. Er besitzt neben dem Land momentan deshalb nur noch ein paar Pferde und hält sich mit der Produktion von Holzkohle und dem Gästebetrieb über Wasser. Auch wenn Hendrik mit seiner etwas langsameren Art nicht so ganz auf unserer Wellenlänge ist, sind zwei Tage auf der Farm für uns doch mal eine andere Erfahrung, die irgendwie hier dazu gehört. Wir hoffen dass die kommende Regenzeit wieder etwas ergiebiger für ihn wird.

Da es hier auf der Farm tolle Felszeichnungen und -gravuren gibt, stießen nach dem Frühstück noch ein paar Tagesbesucher dazu und auf der Ladefläche des Farmtransporters ging es dann einmal quer über das Gelände. Die Zeichnungen selbst sind hier viel deutlicher und detailreicher als die an der Spitzkoppe, so dass sich der kleine Trip durchaus lohnt. Zudem können wir uns bei der Weiterfahrt den Ausflug nach Twyfelfontein sparen, wo sich ebenfalls Felszeichnungen befinden. Dort soll es jedoch aufgrund der Anerkennung als Weltkulturerbe mittlerweile touristisch etwas überlaufen sein.

Da es auf unserer Farm ansonsten wie erwähnt nicht allzu viel zu tun gibt, machten wir uns nachmittags nochmal auf den Weg zur benachbarten Vingerklip - Lodge. Beim dortigen Wasserloch konnten wir dann endlich die ersten Zebras unserer Reise entdecken! Neben ein paar Kudus und Pferden stillten sie dort in Ruhe ihren Durst. Wir spielten in der Zwischenzeit auf dem Aussichtspunkt Karten. Als sich dann nach einiger Zeit die weiblichen und männlichen Fronten aufgrund des langen Aufeinandersitzens zunehmend verhärteten, traten wir den Rückzug zu unserer Farm an.

Dort stand dann bald schon das Abendessen bevor und es gab erfreulicherweise Braai. Allerdings sollte man dazu vielleicht erwähnen, dass dies das afrikanische Wort für Grillfleisch ist :) So gab es Kudu-Bratwurst, Rindfleisch und Hähnchenschlägel mit leckeren selbstgemachten Salaten. Bei einer Shisha und unsrem restlichen Wein ließen wir den Abend schließlich ausklingen.