Zuerst eine kurze Info: Alle Fotos der letzten Tage sind dank Wi-Fi in unsrer neuen Lodge online!
Früher als üblich machten wir uns heute auf den Weg, da wir unser nächstes Ziel bereits mittags erreichen wollten. So flogen wir nach einem kurzen Check am Veterinärzaun bereits um 9 Uhr über die Schotterpiste in Richtung Osten. Die Fahrbahn war in bereits fast schon gewohnt schlechtem Zustand, aber nach 100 km war Asphaltstraße in Aussicht. Kurz bevor wir sie erreichten, ließ uns ein lautes Rasseln hinten rechts jedoch aufschrecken. Eine schnelle Nachschau bestätigte unsere Befürchtung leider: unseren kompletten Reifen hatte es zerrissen!
Es half also alles nichts: Ab unters Auto kriechen und mit dem bescheidenen Wagenheber das Auto aufbocken. Positiv überrascht waren wir von den anderen Autofahrern, die allesamt anhielten und Hilfe anboten. Doch da mussten wir alleine durch. Eine dreiviertel Stunde später und ordentlich eingestaubt war das neue Rad montiert und es konnte weitergehen.
Kurz nach dem Mittag erreichten wir schließlich die Okutala Lodge südlich vom weltberühmten Etosha-Nationalpark. Bereits bei der Begrüßungsrunde waren wir vollkommen begeistert: Hier tobt das Leben! Von Giraffen, über Erdmännchen, Pfauen und Vogelsträußen war hier in und um die Lodge alles geboten. Auf den Betten wartete dann noch eine Flasche Amarula auf jedes Paar und von den Terrassen haben wir einen tollen Ausblick auf das Wasserloch.
Für den Nachmittag stand dann noch eine Fütterungsrunde mit der lodge-eigenen Tierärztin auf dem Programm. Los ging es mit einigen geretteten Elefanten, die in einem Gehege auf ihre Auswilderung vorbereitet werden. Das wenige Monate alte Elefanten-Baby hatte unsere Herzen im Sturm erobert! Insbesondere weil es uns mit seinem kleinen Rüssel dann noch ausgiebig inspizierte.
Weiter ging es zum Wasserloch, wo die wild lebende Nashornmutter mit ihrem Jungen gerade graste. Als wären das nicht schon genügend neue Eindrücke, folgte anschließend die Raubkatzenfütterung. Mit atemberaubender Geschwindigkeit rasten 4 Geparden direkt auf unser Safarifahrzeug zu, um über die kurz davor platzierten Fleischstücke herzufallen. So nah und ohne Zaun dazwischen kommt man diesen beeindruckenden Tieren wohl nur selten. Als einer der Geparden dann noch unser Fahrzeug genauer in Augenschein nahm, stieg der Adrenalinspiegel noch zusätzlich an. Abgerundet wurde die Tour dann noch durch zwei Hyänen und zwei Leoparden, wo wir dann aber doch ganz froh um den vorhandenen Zaun waren. Alle Tiere hier wurden von anderen Konzessionen übernommen, um hier dann wieder in ein größeres Stück Natur entlassen zu werden.
Die Lodge gehört schon jetzt zu den absoluten Highlights und das ist erst der Anfang. Am Abend folgte dann noch ein leckeres Barbecue, bevor es dann zeitig auf die Zimmer ging um für den morgigen Ausflug in den Etosha-Nationalpark fit zu sein.

