Wie bereits angekündigt stand heute der Etosha-Nationalpark auf unserem Tagesplan. Da man dort früh morgens und spät abends die besten Chancen auf Tiersichtungen hat, fuhren wir bereits vor 6 Uhr los und waren pünktlich zur Parköffnung (immer bei Sonnenaufgang) am Gate.
Aufgrund der hohen Erwartungen waren wir von den ersten Wasserlöchern etwas enttäuscht. Diese waren entweder ausgetrocknet oder es gab 'nur' diverse Antilopen zu sehen. Da jedoch bereits im Vorfeld bekannt war, dass man Glück und ordentlich Geduld benötigt, ließen wir nicht locker und wurden nach knapp 3 Stunden dann mit der ersten Gnu-Herde an einem Wasserloch belohnt. Als wäre der Nationalpark erst jetzt erwacht, ging es von da an Schlag auf Schlag: Zebra-Herden, Giraffen, Warzenschweine, Strauße, eine Hyäne und zum goldenen Abschluss eine große Elefantenherde mit jeder Menge Jungtiere! Etosha wie aus dem Bilderbuch.
Störend (wenn auch verständlich!) ist lediglich die Tatsache, dass man das Fahrzeug nie verlassen darf. Insbesondere für die Mädels auf der hinteren Sitzreihe, wird das nach einiger Zeit ganz schön unbequem... So machten wir uns mittags wieder auf den Weg zurück zur Lodge. Der König der Tiere sollte uns heute vorerst verborgen bleiben, aber wir haben ja glücklicherweise noch ein paar Tage.
In der Lodge erwartete uns neben dem kühlen Pool dann auch noch eine der Giraffen, welche sich wohl ab und zu den Weg zur Poolbar bahnt und sich dort ein wenig streicheln ließ. Mit ihrer rauen Zunge testete sie dann noch, ob ich auch wirklich nix leckeres zu futtern in den Händen hatte, bevor sie sich zurück auf den Weg zum Wasserloch machte. Dorthin folgten wir ihr dann auch, mit der Besonderheit, (Zitat Meli) dass wir die Eingezäunten waren und nicht die Tiere :)