Dienstag, 23. August 2016

Etosha-Nationalpark - Tag 3

In Namibia bin ich irgendwie zum Frühaufsteher geworden. Obwohl heute eigentlich Ausschlafen auf dem Programm stand, lag ich nämlich mal wieder um 6 Uhr wach im Bett und konnte nicht schlafen. Das brachte mich auf die Idee, vor dem Frühstück schnell schonmal mein Glück im Etosha zu versuchen. Meli wollte mich nicht alleine fahren lassen und quälte sich deshalb auch aus dem Bett. So waren wir um kurz vor 7 auf dem Weg. Da der Eingang direkt neben der Lodge liegt, sollten uns also 1,5 Stunden im Park bleiben, um noch rechtzeitig zum Frühstück zu kommen...soweit zumindest die Theorie. Leider nehmen es hier nämlich auch manche Torwächter genauer als andere und so dauerte es eine geschlagene halbe Stunde bis die drei Autos vor uns endlich abgearbeitet waren und wir in den Park einfahren durften.

Es blieb uns also nicht mehr allzu viel Zeit und wir mussten uns auch noch für ein Wasserloch entscheiden. Gesagt, getan und so brausten wir in Richtung unseres Ziels. Und was soll man sagen...Volltreffer! Neben einer Zebra-Herde und einer Giraffe war der König der Tiere höchstpersönlich gekommen! Zwei Löwen räkelten sich gemütlich in der Nähe des Wassers, während alle anderen Tiere sich deshalb nicht herantrauten.

So beobachteten wir das rege Treiben eine zeitlang, bevor es zum Frühstück zurück ging, wo wir unsere Mitreisenden leider etwas neidisch machen mussten. Den übrigen Vormittag entspannten wir dann am Pool, bevor wir nachmittags nochmals gemeinsam eine Runde durch den Etosha drehten. Erklärtes Tagesziel: ein Leopard. In dem Wissen dass dies schwierig werden würde, machten wir uns dennoch auf den Weg von Wasserloch zu Wasserloch. Wir fanden zwar einige Elefanten, Giraffen und eine große Zebra-Herde versperrte uns vorübergehend den Weg, der Leopard blieb aber leider verborgen. Wir beschlossen deshalb nochmals zu dem Wasserloch vom Morgen zu fahren, in der Hoffnung dass die Löwen sich dort vielleicht noch aufhalten. Kurz bevor wir es erreichten, schrie Meli auf einmal "Leopard!". Vollbremsung! Rückwärtsgang! Vollgas! Und tatsächlich, ungefähr 10 Meter neben der Fahrbahn schlich sich unser Tagesziel durch die Büsche. Da er leider nicht vor hatte sich deutlicher zu präsentieren, reichte es nur für ein kurzes Beweisbild, bevor sich der Leopard in die Büsche legte und fast vollständig mit der Umgebung verschmolz.

Die beiden Löwen, welche tatsächlich noch am Wasserloch im Schatten schlummerten, wurden bei all der Aufregung dann fast zur Nebensache. So ging es dann pünktlich zum Sonnenuntergang wieder zurück zur Lodge, wo wir zufrieden den Abend ausklingen ließen.