Der Tag heute sollte recht entspannt werden. Nachdem wir ausgeschlafen und in unserem Hostel das beste Frühstück des Urlaubs bekommen hatten, machten wir uns auf den Weg, um den richtigen Touranbieter für die nächsten Tage zu suchen. Hier reiht sich allerdings ein Touranbieter an den anderen, so dass man von der Auswahl fast erschlagen wird. Leider scheint aber auch die Nachfrage so enorm groß zu sein, so dass sich die meisten keinerlei Mühe geben, ihre Tour attraktiv zu machen. Schließlich wurden wir aber doch noch fündig und buchten bei einer netten Dame einen 3-Tages-Trip durch die Salzwüste nach Chile. Mal hoffen, dass wir einen guten Fahrer erwischen, denn damit stehen und fallen hier die Touren!
Am Nachmittag war die Wüstenstadt dann so gut wie ausgestorben und wir schlenderten ein bisschen durch die leeren Straßen, bevor wir später zum 2,5 km außerhalb gelegenen Zugfriedhof aufbrachen.
Da die ganzen Touranbieter vormittags dort vorbei fahren, war der Friedhof menschenleer. Ein Traum für mein Fotografenherz! Die tiefstehende Sonne ließ die Eisenbahnwracks rostbraun leuchten und auf den alten Loks konnte man super herumklettern. Ich glaube, ich hätte mich dort stundenlang austoben können, aber Meli holte mich irgendwann auf den Boden der Tatsachen zurück, da wir uns noch vor Einbruch der Nacht auf den Rückweg machen mussten. So liefen wir dann während eines Bilderbuch-Sonnenuntergangs auf den alten Bahngleisen in die Stadt zurück.
Wie schon erwähnt, sind wir die nächsten Tage in der Salzwüste und der Pampa unterwegs - wundert euch also nicht, wenn ihr erst in drei Tagen wieder etwas von uns hört bzw zu lesen bekommt. Dann aber garantiert mit atemberaubenden Fotos :)
(Aufgrund der schlechten Internetverbindung hier, kann ich vermutlich auch die heutigen Fotos erst nach dem Trip hochladen.)
PS: Das sprachliche Highlight unserer Reise ereilte uns heute im Restaurant: Ein älteres französisches Paar wollte unbedingt ein 'bière' bestellen und beharrte dabei auf der heimatlichen Formulierung. Selbst als die arme Bedienung vorschlug, ihnen eine 'cerveza' zu bringen, lehnten das die Franzosen noch wehement ab. Das Ende vom Lied war schließlich, dass sie selbst zum Kühlschrank laufen mussten, um sich ihr gewünschtes 'bière' zu holen :D