Geplant war, dass unser 3-tägiger Trip in die Salar de Uyuni und die Umgebung um 10:30 Uhr beginnt. Doch wie aufgrund der bisherigen Erfahrungen schon befürchtet, begann um diese Uhrzeit erstmal das große Chaos. Ich hab nichts gegen etwas Unpünktlichkeit, aber scheinbar können oder eher wollen sie hier nicht mal bis 6 zählen...denn so viele Gäste passen in einen Jeep. Blöd wird es dann, wenn 13 Leute für zwei Autos auf der Matte stehen. Letztendlich ging es drunter und drüber bis wir schließlich in einem Jeep saßen - glücklicherweise in dem mit insgesamt nur 6 Gästen (die anderen 7 mussten für die drei Tage quetschen, da die Versuche, die Kunden auf andere Agenturen zu verteilen, fehlschlugen).
Dann ging es erstmal los zum Zugfriedhof. Was ein Glück, dass wir gestern schon dort waren! Wie befürchtet, standen dort bereits ca. 20 andere Jeeps und dementsprechend sah man die Züge vor lauter Leuten kaum. Wie sich hier schon zeigte, hatten wir mit unserem Fahrer Theo echt Glück, denn er war nicht nur nüchtern und fit, sondern erklärte im Gegensatz zu manch anderen auch ein bisschen was bei den einzelnen Stops.
Schnell ging es weiter in Richtung der Salzwüste, wo sich die Jeeps dann glücklicherweise etwas verteilten. Lustigerweise ist diese 'Wüste' in Wirklichkeit ein riesiger See...bedeckt von einer bis zu 11 Meter dicken Salzschicht. Nachdem wir auch das erste Salzhotel links liegen ließen, ging es mitten hinein in die scheinbar endlose, weiße Ebene.
Am Horizont flimmerte irgendwann ein dunkler Fleck auf, der immer größer wurde und sich schließlich zu einer Insel formte, die von Kakteen übersät war: die Insel Incahuasi. Dort gab es zuerst mal Mittagessen - natürlich auf Salztischen und -stühlen. Anschließend machten wir uns zu Fuß auf den Weg durch die Kakteen. Diese bis zu 1000 Jahre alte Pflanzen überragten uns bei weitem. Nachdem wir die Insel einmal durchquert hatten, ging es dann auch schon weiter mitten hinein ins Nichts.
Irgendwo im Nirgendwo stoppten wir dann nochmals, um die weltberühmten Salzwüsten-Fotos zu machen. Leider war unsre Gruppe nicht so fotobegeistert, so dass Meli und ich uns etwas beeilen mussten und leider nicht so viele Ideen umsetzen konnten. Ein paar tolle Bilder sind trotzdem bei rausgekommen - finden wir :)
Dann ging es aber auch schon weiter in Richtung der Unterkunft. Am Rande der Salzwüste musste unser Fahrer noch kurz helfen ein liegengebliebenes Fahrzeug wieder flott zu machen, bevor wir kurz darauf in unsrem Salzhotel eintrafen.
Dort gab es ein super leckeres Abendessen (heißt irgendwas mit 'Macho' und ist ein bolivianischer Klassiker). Bevor wir später ins Bett gingen, bestaunten Meli und ich draußen in der Kälte noch kurz die Millionen Sterne, die hier strahlend hell leuchten.