Die Landschaft des heutigen Tages zu beschreiben ist fast nicht möglich - man muss sie gesehen haben! Klingt vielleicht kitschig, ist aber wirklich so.
Aber nun erstmal von vorne:
Um 6 Uhr hieß es raus aus den Federn und eine knappe Stunde später dann rein in den Jeep. Am Rande der Salzwüste fuhren wir in Richtung Süden. Die Landschaft wurde dort langsam aber sicher weniger salzig und mehr staubig.
Als sich die Landschaft dann ziemlich sicher in eine richtige Wüste verwandelt hatte, kamen wir an den Rand des Bezirks Uyuni und konnten den Bahngleisen folgend nach Chile schauen. Um uns herum befanden sich lauter Berge und Vulkane, die aussahen wie mit einem Pastell-Malkasten gezaubert. Genauso verhielt es sich mit der Anordnung einiger Steine am Rande des Gleisbettes, die wir für meine Schwägerin gleich mal auf einem Foto festhalten mussten ;-)
Einige Zeit später erreichten wir in einer Senke schließlich die erste Lagune. Das Farbenspiel des Wassers und die Berge im Hintergrund waren fantastisch. Aber als ob dies nicht schon genug wäre, war die Lagune auch noch voll mit Flamingos, die gemütlich vor sich hinwateten und ab und zu mal etwas zankten. Durch den Ufermatsch stapfend schoss ich natürlich eifrig Fotos und anschließend konnten wir am Jeep in Ruhe Mittagessen.
Anschließend ging es Schlag auf Schlag von einer Lagune zur nächsten...und eine schöner als die andere!
Während uns draußen in bis zu 4600 Metern Höhe der Wind um die Ohren pfiff, wurde es im Auto nachmittags ziemlich heiß, so dass wir über jeden Stop dankbar waren. Wir bestaunten stundenlang die malerische Landschaft um uns herum und konnten uns einfach nicht satt sehen. Wie bereits erwähnt, können die Fotos diesmal nur einen Bruchteil dessen wiedergeben, was wir an diesem Tag gesehen haben. Das Farbenspiel der Lagunen, die Weite der Wüste und die Konturen der Felsen waren mit die schönste Landschaft, die ich je gesehen habe!
Schließlich erreichten wir abends die Unterkunft, wo wir erneut negativ von unserer Agentur überrascht wurden: Sie hatte nämlich offenbar keine Zimmer für uns reserviert! Nachdem die eigentliche Unterkunft schon ausgebucht war, hatten wir es unserem Fahrer zu verdanken, dass wir für die Nacht noch ein anderes Zimmer fanden. So mummelten wir uns zeitig in unsere Schlafsäcke, da es am nächsten Morgen früh losgehen sollte.