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Montag, 10. November 2014

Chiang Mai --> Phuket

Heute ging es wie bereits erwähnt mit dem Flieger in den Süden Thailands. Da der Flughafen in Chiang Mai nur etwa 10 Minuten von der Altstadt entfernt ist, waren die Anfahrt und der Check-In zunächst kein Problem. Auch das Flugzeug sah recht neu aus, aber das größte Problem zeigte sich dann nach dem Einsteigen: Die Sitzreihen sind in den Fliegern offenbar nicht für 1,90 Meter große Menschen ausgelegt und somit nur gefühlte 20 cm voneinander entfernt. Manus Beine darin unterzubringen schien zunächst aussichtslos, geschweige denn sie auch noch 2 Stunden in diesem Zwischenraum zu belassen...

Während wir uns schon Notfallpläne überlegten, meinte es das Glück mal gut mit uns. Nachdem das Boarding nämlich abgeschlossen war, bemerkten wir, dass der dritte Platz in unserer Reihe der einzig frei gebliebene im ganzen Flugzeug war! Somit konnten wir direkt nach dem Start die Armlehnen hochklappen und uns diagonal über die Plätze ausbreiten.

So kamen wir dann auch gut in Phuket an, wo es jedoch leider in Strömen regnete. Da wir ein Gästezimmer ganz im Süden von Phuket gefunden hatten, ging es mit dem Taxi erstmal quer über die halbe Insel. Da die Taxifahrer hier jedoch scheinbar nichts von Karten, geschweige denn Navigationsgeräten halten, verzögerte sich der Transfer erstmal ganz schön, da wir zwischendurch ausführlich nach dem Weg fragen mussten. Da dies jedoch auch nicht weiterhalf navigierten wir den Taxifahrer schlussendlich mit unseren Karten an das gewünschte Ziel.

Dort erwarteten uns bereits Alice und Simon, zwei Tauchlehrer, die wir von unserem letzten Ägypten-Urlaub kennen. Diese haben sich vor einem Monat selbständig gemacht und sind hier nach Phuket ausgewandert, wo wir nun in ihrem Wohnhaus mit unterkommen durften.

Nach einem super herzlichen Empfang gingen wir dann noch gemeinsam in ein kleines, aber feines Lokal direkt am Meer in der Nähe des Rawai-Beach. Trotz des Wetters konnten wir so den Abend richtig schön mit zwei super netten Menschen genießen und erhielten gleich jede Menge Tipps für den nächsten Tag.

Samstag, 8. November 2014

Elefantencamp Tag 3 und eine kranke Meli

Der letzte Tag bei den uns mittlerweile vertrauten Riesen begann bei strahlendem  Sonnenschein. Da es dadurch bereits um 9 Uhr morgens schon extrem warm war, gab es für unsere Elefanten erstmal eine erfrischende Dusche im Camp.

Anschließend ging es in dem auf 3 Tiere geschrumpften Team (die anderen Teilnehmer waren bereits abgereist) auf kleinen Pfaden durch den angrenzenden Wald. Den Dreh mit dem richtigen Sitz und den Kommandos hatten wir zwischenzeitlich zwar raus, was jedoch nicht bedeutete, dass die Elefanten auch darauf hörten. Während Melis Mae Kamnoi keine Gelegenheit zum Futtern ausließ, nutzte Manus Mae Doulu jedes noch so kleine Matschloch oder Rinnsal, um sich selbst (mitsamt Reiter) einzusauen...

Deshalb ging es anschließend auch wieder zum Fluss, wo die Tiere gleich nochmal gebadet und geschrubbt wurden, was sie teilweise sichtlich genossen. Noch dazu nahmen dann zwei von uns drei Reitern ein nicht ganz so freiwilliges Bad, als die Elefanten sich ein bisschen zu schnell erhoben und die Mädels daraufhin erstmal wieder ins Wasser plumpsten.

Nach dem Mittagessen ging es dann aber leider mit Meli ein bisschen in den Keller. Während zum einen der Magen rebellierte, nahm gleichzeitig auch die Energie stark ab, weshalb am Nachmittag erstmal Zwangspause für sie auf dem Programm stand.

Manu durfte dafür mal auf Mae Kamnoi das 'Stämme schieben' ausprobieren, was für die Tiere eine geistige und koordinative Herausforderung darstellt und sie somit fit hält. Danach ging es abschließend nochmal eine kurze Strecke durch den Wald, bevor es dann endgültig Abschied nehmen hieß.

Schweren Herzens ging es dann zurück nach Chiang Mai, wo es für Meli erstmal Bett hüten hieß.

Manu testete abends noch ein kleines Restaurant gleich um die Ecke, in welchem ausschließlich Thais aßen und wo kein Mensch Englisch sprach. Die Auswahl des Gerichts gestaltete sich trotzdem recht einfach: Es gab nämlich einfach einen kleinen Grill auf den Tisch und ein Schälchen mit zwei Stäbchen dazu. Anschließend konnte man sich an einem kleinen Buffet an frischem Fleisch, Scampis, Gemüse und Nudeln bedienen und alles auf dem eigenen Grill selbst zubereiten. Von den bereitgestellten Soßen genügten zwar zwei Tropfen für die gesamte Schale, aber das Essen war dafür super lecker.

Melis Zustand besserte sich später wieder ein wenig, weshalb wir hoffen, dass der morgige Flug nach Phuket einigermaßen gelingen sollte. 

Freitag, 7. November 2014

Elefantencamp Tag 2

Heute ging es nach einem kurzen Abstecher zum Conservation Center (einer hauseigenen Stiftung mit Aufzuchtprogramm für Elefanten) wieder zu den uns bekannten Dickhäutern.

Da wir unsere Tiere mittlerweile schon erkennen (insbesondere Melis brauner Dreckspatz sticht heraus), konnten wir uns gleich auf sie schwingen. Anschließend ging es den sehr schönen Flusslauf entlang bis zu einer Badestelle. Unterwegs ließen die Vielfraße aber natürlich keine Möglichkeit aus, sich den Ranzen mit frischem Grün vollzuschlagen. Dabei ist jedoch für uns Reiter immer ein bisschen Vorsicht geboten, da es schonmal vorkommen kann, dass ein Bambuszweig zurückschnellt oder die Tiere einen halben Baum runterreißen.

Da wir mit unseren Elefanten aber nach und nach vertrauter wurden, konnten wir sie schon ein bisschen einschätzen und kamen wohlbehalten an der Badestelle an. Dort war es dann ein riesen Spaß, sich mit den Elefanten im Wasser auszutoben. Es ist erstaunlich zu sehen, wie so ein riesen Tier von einem Moment auf den anderen fast vollständig verschwinden kann ;)

Pitschenass hieß es dann erstmal Abschied nehmen von unsren neuen Freunden. Für uns ging es dann in die Lodge zum Mittagessen - bei wunderbarer Aussicht von der Terrasse auf die Reisfelder in der Umgebung. Hier kam noch Bodo hinzu - der Besitzer und Gründer von Elephant Special Tours - und erzählte uns allerlei interessantes über die Entstehung seiner Projekte.

Als letzter Programmpunkt stand anschließend eine kleine Floßfahrt an, bei welcher wir uns entspannt den Flusslauf wieder runter fahren ließen.

Da wir nach dem heutigen Ausritt aber einfach noch nicht genug von unseren Elefanten hatten und wir uns gerade erst so richtig an sie gewöhnt haben, entschlossen wir kurzfristig unseren Aufenthalt hier um einen Tag zu verlängern :)

Somit durften wir hier gerade nochmal ein super leckeres Thai-Abendessen genießen und feierten anschließend im kleinen Kreis das Loi Krathong-Fest, von dem wir ja schon berichtet haben. Diesmal konnten wir sogar die tollen Himmelslaternen steigen lassen und ihnen auf dem Weg in den sternklaren Himmel zusehen.

Donnerstag, 6. November 2014

Elefantencamp Tag 1

Heute wurden wir früh morgens in unserem Hotel abgeholt und etwa 65 km südwestlich von Chiang Mai irgendwo ins Nirgendwo am Rande des Doi Inthanon-Nationalparks gefahren.

Nachdem wir kurz unseren idyllischen Bungalow beziehen durften, ging es direkt mit einem Jeep weiter durch unwegsames Gelände bis wir bei einem kleinen Camp die ersten Elefanten erblickten. Ohne Berührungsängste, aber mit einer ordentlichen Portion Respekt ging es sofort auf Tuchfühlung mit den neugierigen Riesen. Nach einer kurzen Einführung bekam jeder seinen eigenen Elefanten für die nächsten beiden Tage zugeteilt.

Es zeigte sich recht schnell, dass die beiden uns zugeteilten Elefantendamen auch charakterlich ganz gut zu uns passten: Während Meli mit Mae Kamnoi eine etwas dickköpfige und aufgedrehte Partnerin zugeteilt bekam, war Mae Doulou für Manu eher eine ruhigere genügsame Dickhäuterin.

Nachdem wir uns mit den Tieren bekannt gemacht haben, ging es auch recht schnell ans aufsteigen. Da das Reiten bei unserem Camp ohne Sattel erfolgt, kletterten wir durch einen schnellen Sprung über den geneigten Kopf in den Nacken der Tiere, wo wir hinter den Ohren so einigermaßen Halt fanden. In ca. 3 Meter Höhe ist es anfangs schon ein etwas mulmiges, aber auch unbeschreiblich schönes Gefühl auf der rauhen Haut eines so großen Tieres reiten zu dürfen.

Nachdem wir die ersten Kommandos erlernt und leckeren gebratenen Reis zu Mittag gegessen hatten, ging es dann zum nahegelegenen Fluss, wo die Tiere gebadet wurden. Nachdem vor allem Mae Kamnoi unterwegs unzählige Bambusblätter genascht hatte, wälzten sich die riesigen Tiere sichtlich entspannt im Flussbett und ließen sich von uns sauber spritzen. Insbesondere ein 1 1/2 Jahre altes Elefantenjunges das dabei war, hatte nur Quatsch im Kopf und sorgte immer mal wieder kurzzeitig für etwas Chaos.

Was wir noch nicht erwähnt hatten, uns aufgrund der tollen Erfahrungen aber auch nicht ernsthaft störte, war der bereits den ganzen Tag andauernde Regen. Aufgrund dessen war das ganze Camp mehr oder weniger eine riesige Schlammsuhle und der anschließende Ausritt musste teilweise auf der Straße erfolgen, um nicht Gefahr zu laufen, dass unsere Elefanten ausrutschen.

Trotzdem ging es erstmal ein gutes Stück auf Trampelpfaden durch den Urwald, wo man ab und zu den Kopf einziehen musste, um nicht an einem Ast hängen zu bleiben und vom Elefanten geworfen zu werden.

Nachdem wir uns anschließend für heute von den Tieren verabschieden mussten, machten wir noch einen kurzen Abstecher in ein Dorf der Karen, der größten ethnischen Minderheit in dieser Region. Es war glücklicherweise nicht das befürchtete Touristendorf, sondern eine ganz normale kleine Ortschaft, wo uns unsere Tourleiterin einige interessante Infos über die Kultur und Lebensweise der Menschen hier erzählte.

Damit ging der wundervolle Tag dann mit unzähligen tollen Erinnerungen und natürlich mehreren hundert Fotos zu Ende.

Wir freuen uns schon auf den morgigen Tag und hoffen, dass der Regen bis dahin ein wenig nachgelassen hat!

(Bilder müssen wir leider wieder in 1-2 Tagen nachreichen.)

Mittwoch, 5. November 2014

Chiang Mai im Regen

Unser zweiter Tag in Chiang Mai ist leider buchstäblich mehr oder weniger ins Wasser gefallen...aber das schöne hier in Thailand ist, dass selbst solche Tage noch so einige tolle Erlebnisse beinhalten.

Morgens gab es zu Melis großer Freude das erste richtige Frühstück hier in Thailand mit Croissants und Rührei. Als wir dann allerdings weiter in Richtung des ersten Tempels liefen, trafen uns schon die ersten Regentropfen. Diese sollten dann auch den gesamten restlichen Tag nicht mehr aufhören :-/

Nachdem wir uns mit dem Wat Chedi Luang den wohl größten Tempel Chiang Mais angeschaut hatten, wollten wir erst mal ein trockenes Dach über dem Kopf haben und begaben uns deshalb in Richtung des Frauengefängnisses. Dort gibt es ein Rehabilitationsprogramm, wobei die Insassinnen unter Aufsicht die traditionelle Thaimassage erlernen und dann anwenden dürfen. Dieser Qual wollten wir uns also stellen, mussten aber zuerst noch eine Stunde warten, welche wir - mit was auch sonst - in einem weiteren Tempel verbrachten.

Nachdem wir dann pünktlich zur Massage zurück waren, wurden wir nach allen Regeln der Kunst durchgeknetet und verbogen. Teilweise kamen wir dabei zwar nah an unsere Schmerzgrenzen - zumal Manu einen rosa-lachs-farbenen 'Schlafanzug' anziehen musste - aber letztendlich war es doch eine super Erfahrung und rückblickend echt angenehm. Insbesondere die Atmosphäre in den besonderen Räumlichkeiten, die extra für die Massagen genutzt wurden, ließen nicht daran erinnern, dass es sich dabei um Gefangene handelt.

Anschließend ging es dann aber erstmal für eine heiße Dusche zurück ins Hotel - denn selbst hier kann man irgendwann mal frieren. Nachdem wir uns allerdings ein wenig aufgewärmt hatten, wagten wir uns dann doch noch ganz kurz in den tollen Hotelpool, bevor wir abends in Richtung Flussufer aufbrachen.

Dort begannen heute nämlich die Feierlichkeiten des 'Loi Krathong'-Festes, von dem wir schon aus Sukhothai berichtet hatten. Nachdem das Wetter sich aber leider immer noch nicht besserte und wir morgen schon um halb 7 raus müssen, endete der Abend dann echt schnell im gemütlichen Hotelbett.

Die nächsten beiden Tage werden wir im Elefantencamp verbringen, wo wir uns schon ganz besonders drauf freuen. Da wir noch nicht wissen, ob es dort Internet gibt, kann es bis zum nächsten Blog-Eintrag diesmal ein bisschen länger dauern.

Dafür gibt es die ersten Bilder vom heute diesmal gleich dazu :)

Sukhothai --> Chiang Mai

Nach dem schönen gestrigen Tag in Sukhothai entschlossen wir uns heute schon dafür weiter zu reisen, da es außer den Ruinen nicht allzu viel zu sehen gibt.

Diesmal wählten wir einen Reisebus, der uns für etwa 5 € pro Person in das etwa fünf Stunden entfernte Chiang Mai bringen sollte. Leider war der Bus nicht ganz so komfortabel wie erhofft und die Klimaanlage war auf gefühlte minus 10º eingestellt, aber immerhin bekamen wir ein bisschen was von der Landschaft und den kleinen Dörfern auf der Fahrt in den Norden mit.

In Chiang Mai angekommen, strahlte uns als allererstes ein riesiges, goldenes 'M' entgegen, dem wir nach der anstrengenden Fahrt natürlich nicht widerstehen konnten ;)

Bis wir anschließend im recht luxuriösen 'Imperial Mae Ping'-Hotel eingecheckt hatten, war der Nachmittag leider auch schon vorbei.

Am Abend verbrachten wir dann noch einige Stunden auf dem Nachtbasar. Dieser ist viel leerer als man es von Bangkoks Märkten gewohnt ist und so konnten wir in Ruhe durch die Stände schlendern, begabten Künstlern beim Zeichnen zusehen und uns mit einigen neuen Hosen und Schals ausrüsten. Auf dem integrierten Foodmarket gab es dann noch leckere Fruchtshakes und eine Kleinigkeit zu essen, bevor es zurück ins Hotel ging.