Donnerstag, 6. November 2014

Elefantencamp Tag 1

Heute wurden wir früh morgens in unserem Hotel abgeholt und etwa 65 km südwestlich von Chiang Mai irgendwo ins Nirgendwo am Rande des Doi Inthanon-Nationalparks gefahren.

Nachdem wir kurz unseren idyllischen Bungalow beziehen durften, ging es direkt mit einem Jeep weiter durch unwegsames Gelände bis wir bei einem kleinen Camp die ersten Elefanten erblickten. Ohne Berührungsängste, aber mit einer ordentlichen Portion Respekt ging es sofort auf Tuchfühlung mit den neugierigen Riesen. Nach einer kurzen Einführung bekam jeder seinen eigenen Elefanten für die nächsten beiden Tage zugeteilt.

Es zeigte sich recht schnell, dass die beiden uns zugeteilten Elefantendamen auch charakterlich ganz gut zu uns passten: Während Meli mit Mae Kamnoi eine etwas dickköpfige und aufgedrehte Partnerin zugeteilt bekam, war Mae Doulou für Manu eher eine ruhigere genügsame Dickhäuterin.

Nachdem wir uns mit den Tieren bekannt gemacht haben, ging es auch recht schnell ans aufsteigen. Da das Reiten bei unserem Camp ohne Sattel erfolgt, kletterten wir durch einen schnellen Sprung über den geneigten Kopf in den Nacken der Tiere, wo wir hinter den Ohren so einigermaßen Halt fanden. In ca. 3 Meter Höhe ist es anfangs schon ein etwas mulmiges, aber auch unbeschreiblich schönes Gefühl auf der rauhen Haut eines so großen Tieres reiten zu dürfen.

Nachdem wir die ersten Kommandos erlernt und leckeren gebratenen Reis zu Mittag gegessen hatten, ging es dann zum nahegelegenen Fluss, wo die Tiere gebadet wurden. Nachdem vor allem Mae Kamnoi unterwegs unzählige Bambusblätter genascht hatte, wälzten sich die riesigen Tiere sichtlich entspannt im Flussbett und ließen sich von uns sauber spritzen. Insbesondere ein 1 1/2 Jahre altes Elefantenjunges das dabei war, hatte nur Quatsch im Kopf und sorgte immer mal wieder kurzzeitig für etwas Chaos.

Was wir noch nicht erwähnt hatten, uns aufgrund der tollen Erfahrungen aber auch nicht ernsthaft störte, war der bereits den ganzen Tag andauernde Regen. Aufgrund dessen war das ganze Camp mehr oder weniger eine riesige Schlammsuhle und der anschließende Ausritt musste teilweise auf der Straße erfolgen, um nicht Gefahr zu laufen, dass unsere Elefanten ausrutschen.

Trotzdem ging es erstmal ein gutes Stück auf Trampelpfaden durch den Urwald, wo man ab und zu den Kopf einziehen musste, um nicht an einem Ast hängen zu bleiben und vom Elefanten geworfen zu werden.

Nachdem wir uns anschließend für heute von den Tieren verabschieden mussten, machten wir noch einen kurzen Abstecher in ein Dorf der Karen, der größten ethnischen Minderheit in dieser Region. Es war glücklicherweise nicht das befürchtete Touristendorf, sondern eine ganz normale kleine Ortschaft, wo uns unsere Tourleiterin einige interessante Infos über die Kultur und Lebensweise der Menschen hier erzählte.

Damit ging der wundervolle Tag dann mit unzähligen tollen Erinnerungen und natürlich mehreren hundert Fotos zu Ende.

Wir freuen uns schon auf den morgigen Tag und hoffen, dass der Regen bis dahin ein wenig nachgelassen hat!

(Bilder müssen wir leider wieder in 1-2 Tagen nachreichen.)

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