Mittwoch, 28. Oktober 2015

Inka-Trail - Tag 2

Heute stand uns ein Tag mit jeder Menge Höhen und Tiefen bevor - im wahrsten Sinne des Wortes.

Vom Campingplatz aus ging es nach dem Frühstück um 06:10 Uhr los...und zwar direkt steil bergauf. Die Inka-Stufen zu zählen wäre sinnlos gewesen, denn es galt zunächst mal 1000 Höhenmeter zu überwinden. Nicht dass dies schon schwer genug wäre, ist die letzte halbe Stunde vor dem Erreichen des 'Dead woman's pass' so steil, dass sie von den Einheimischen spöttisch Gringo-Killer genannt wird.

Dennoch erreichten wir den Pass, belebt von Coca-Blättern und der Tatsache, dass es keine Alternative gibt, nach etwa 4 Stunden.

Doch die Freude über das Erreichen des höchsten Punktes unsres Trails (4250 m) hielt nicht lange an, denn direkt anschließend ging es genau so steil wieder bergab...und ob mans glaubt oder nicht: Das ist genauso anstrengend!

So waren wir schon ziemlich an unseren Grenzen angelangt, als wir 700 Meter tiefer im 'Tal' zum Mittagessen eintrafen. Wie gestern schon, begann es pünktlich mit dem Eintreffen an der Basis wieder zu regnen.

Bis auf ein paar einzelne Tropfen hatten wir aber auch heute wieder Glück, als es dann weiter ging. Eigentlich dachten wir ja bereits den schlimmsten Teil hinter uns zu haben, doch es sollte anders kommen.

Zumindest gefühlt noch steiler als zuvor ging es wieder bergauf zum zweiten Pass. Obwohl dieser 'nur' auf 4000 Meter liegt, war der Aufstieg eine Grenzerfahrung für uns nicht-trainierte Bergsteiger. Obwohl jeder Schritt schmerzte, kämpften wir uns Stück für Stück bergauf. Nach einem kurzen Stopp bei einer Inka-Ruine erreichten wir am Ende unserer Kräfte und mit zitternden Knien schließlich den Pass. Was eine Freude!!!

Wie sollte es auch anders kommen, ging es danach aber erneut bergab. Insbesondere für meine Knie war dies die reinste Qual...aber es hilft alles nichts. Also stiefelten wir erneut unzählige Stufen den Berg hinunter und kamen pünktlich vor dem Sonnenuntergang in unsrem zweiten Camp an, wo wir die Nacht verbrachten.