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Montag, 18. März 2019

Waimangu Volcanic Valley

Wie der letzte Tag geendet hatte, so begann auch der Neue, nämlich mit einem herrlichen Bad in den heißen Quellen. Heute Morgen war es jedoch noch schöner, da die Quellen erst um 10 Uhr öffnen, die Camper jedoch auch schon davor rein dürfen. So hatten wir um halb 9 die Pools fast für uns alleine und es war noch herrlich ruhig...selbst Lara genoss offenbar die Stille und die Wärme. Nachdem wir ausgebadet hatten, liefen wir dann noch einen kleinen Weg durch thermische Dämpfe zur eigentlichen Quelle, bei der das 98° warme Wasser eifrig aus dem Boden blubbert.

Und damit waren wir dann auch schon beim Hauptthema des heutigen Tages angekommen. Es ging nämlich in das Waimangu Volcanic Valley - einen geothermalen Park, bei dem es ebenfalls an allen Ecken und Enden dampft und blubbert. Ein großer Vulkanausbruch hatte hier 1886 alles eifrig durcheinander gewirbelt und ordentliche Krater, Seen und heiße Quellen geschaffen, die wir auf einem schönen Wanderweg bestaunen konnten. Direkt am Eingang bekamen wir eine deutschsprachige Info-Broschüre, die alle Sehenswürdigkeiten ausführlich erklärte. Das schöne am Park war, dass er nicht so überlaufen war, wie die meisten anderen, viel stärker beworbenen Thermalparks hier in der Region. So konnten wir in Ruhe immer weiter bergab (und zwischendurch zu einigen Kratern auch mal bergauf) spazieren, bis wir am Ufer des Rotomahana Sees ankamen. Dort erwartete uns dann ein kleines Boot, mit dem wir noch eine Rundfahrt über den See unternahmen, bei der wir unter anderem dem großen Vulkan näher kamen und einen Geysir aus nächster Nähe ausbrechen sahen.

Nachdem unsere für morgen angedachte Whale Watching-Bootstour an der Küste leider nicht stattfinden kann, weil der Skipper gerade jemandem im Bush helfen muss (?!), beschlossen wir stattdessen noch ein bisschen im Bereich von Rotorua zu bleiben und suchten uns einen günstigen Campingplatz in der Umgebung. Wir landeten schließlich am Lake Okareka und das war ein absoluter Glücksgriff! Die Campsite liegt an einem absolut ruhigen Seeufer mit Bade-Sandstrand und vor allem einem großen Spielplatz! Obwohl es schon recht spät war, ließen wir Lara dann noch eine ganze Weile herumkrabbeln und rutschen, was sie nach dem anstrengenden Tag, den sie hauptsächlich in der Kraxe verbringen musste, sichtlich genoss! Wir sind sogar am überlegen ob wir hier nochmal eine Nacht dranhängen sollen.

Erstmal gab es dann aber noch das bisher wohl beste Abendessen des Urlaubs: Auf unserem Außengrill machte ich Spareribs und Lamm. Dazu gab es dann noch Knoblauchbrot und selbstgemachten Kartoffelsalat von Meli - ein Traum!  Anschließend zogen wir uns dann alle glücklich und zufrieden in den Camper zurück.


Sonntag, 17. März 2019

Tongariro Nationalpark - Tag 2

Pünktlich um 7:15 Uhr war die Nacht wie jede Nacht zu Ende. Denn egal wann man Lara ins Bett bringt oder wann sie einschläft, genau um diese Zeit wacht sie punktgenau auf. Als wir dann aber die Vorhänge hinter unseren Köpfen zur Seite schoben, staunten wir nicht schlecht als gerade mal 10 Meter von uns entfernt auf einem kleinen Hügel 5 Alpacas frühstückten. Der Morgen begann also schonmal nicht schlecht und Lara war auch für eine Weile unterhalten.

Nach dem Frühstück machten wir uns dann auf den Weg einmal um den Vulkan herum, um die sehenswerten Orte auf der anderen Seite des Nationalparks zu besuchen. Eigentlich wollten wir mit einem Skilift auf den Vulkan hochfahren, aber es schoben sich bereits eifrig Wolken zusammen, so dass wir beschlossen erstmal eine kleine Wanderung zu machen. Und wie sollte es auch anders sein, führte diese mal wieder zu einem Wasserfall.

So stapften wir auf dem tollen Weg mit Ausblick auf den wolkenverhangenen Schicksalsberg munter los und erreichten nach einer dreiviertel Stunde auch schon das obere Ende des Taranaki Falls. Nachdem wir die paar Stufen runter marschiert waren, stellten wir fest dass es einer der schönsten Wasserfälle bisher war. Über eine Kante schoss er etwa 30 Meter in die Tiefe und traf dort auf einen herrlichen Pool, in dem einige Wagemutige sich sogar kurzzeitig erfrischten. Auf den Felsen konnte man hinter dem Wasserfall trockenen Fußes durchlaufen und so ergaben sich natürlich wieder jede Menge Fotomöglichkeiten für mich... Nachdem Lara ihre Mittagsration an Pizzaschnecken (ihr Lieblingsessen hier!) verdrückt hatte, machten wir uns dann auf den Rückweg zum Auto.

Dort besprachen wir kurz den Plan für die nächsten Tage, da hier doch noch so viel los ist, dass wir einige Dinge und Übernachtungen vorbuchen müssen. Das hätte ich vorher nicht erwartet. Nachdem das aber erledigt war und wir unter anderem unsere Tickets für Hobbiton in der Tasche hatten, überlegten wir dann uns eventuell doch noch den Skilift anzugucken. Die Frage hatte sich aber schnell erledigt, denn in der i-Site erfuhren wir, dass dort gerade eine neue Gondel gebaut wird und deshalb kein Lift fährt.

So machten wir uns dann mal wieder auf den Weg in Richtung Norden und verließen den schönen Tongariro Nationalpark. Am Lake Taupo legten wir für Lara eine kleine Pause ein. Direkt am Straßenrand der Schnellstraßen befinden sich hier ständig kleine Picknickplätze, von denen einige echt toll sind. So auch der heutige: Nur wenige Meter von der Straße entfernt, fanden wir uns an einem tollen Seeufer wieder, an dem Lara entspannt im Kies spielen und wir uns ein bisschen ausruhen konnten.

Da es langsam spät wurde, mussten wir aber wieder aufbrechen, um unsere letzte Etappe zurückzulegen. Wir hatten einen Stellplatz bei den Waikite Hot Pools reserviert - unseren ersten heißen Quellen hier in Neuseeland. Dort konnten wir abends dann auch gleich noch eine Runde ins Wasser springen. Es gibt insgesamt 6 kleinere Becken hier, die mit dem heißen Quellwasser gefüllt werden und zwischen 35 und 40° warm sind. Normalerweise zahlt man dafür Eintritt, aber wenn man einen Stellplatz hat, darf man sie kostenlos nutzen. So genossen wir dann noch ein abendliches Entspannungsbad, bevor es für Lara dann ins Bett ging. Direkt am dampfenden Bach neben unserem Camper schreibe ich hier jetzt noch die letzten Zeilen und dann ist der heutige Tag auch schon wieder rum.