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Dienstag, 19. März 2019

Rotorua

Heute stand uns ein recht gemütlicher Tag bevor. Nachdem unsere Bootstour wie gestern schon geschrieben ausfiel und es uns an der Campsite hier so gut gefiel, beschlossen wir einfach nochmal eine Nacht hier zu bleiben. Das ist tatsächlich das erste Mal in Neuseeland, dass wir an einem Ort länger als eine Nacht bleiben!

Hier in Rotorua gibt es jede Menge zu unternehmen, jedoch ist leider auch alles recht teuer. Wir beschlossen unsere Chance zu nutzen, um Kiwis zu sehen. Die Bezeichnung ist hier allerdings dreifach vergeben: Zum einen heißen die Einwohner Neuseelands Kiwis, die recht einfach anzutreffen sind. Zum zweiten gibt es die Kiwi-Frucht, die man mit etwas Glück im Supermarkt findet (zur Zeit allerdings hauptsächlich aus Italien, da hier in NZ wohl gerade keine Saison zu sein scheint). Und der dritte Kiwi, den wir hier auch meinen, ist ein flugunfähiger Vogel, der gleichzeitig auch das Nationalsymbol Neuseelands ist.

Leider sind die süßen Vögel mittlerweile gefährdet und nachtaktiv, was die Chancen auf ein Treffen in freier Wildbahn recht gering werden lässt. Wir buchten deshalb heute Tickets für die Rainbow Springs. Dort befindet sich eine Kiwi-Aufzuchtstation mit Nachthaus, in dem die Tageszeiten umgedreht sind. In dem kleinen Tierpark konnten wir die Kiwis dann aus nächster Nähe in ihrem Nachtgehege beim buddeln und schaffen beobachten. Keine Ahnung warum, aber sie sind echt süß! Außerdem bekamen wir noch eine Führung hinter die Kulissen in der Aufzuchtstation, wo wir ein 1 Monat altes Kiwi-Baby sehen konnten. Leider durften wir keine Fotos machen, so dass ich nur einen kleinen Schnappschuss vom erwachsenen Kiwi habe.

Den übrigen Mittag verbrachten wir dann ebenfalls noch im Tierpark, wo wir unter anderem noch mit einer kleinen Wildwasserbahn fahren konnten und es einen Spielplatz für Lara gab.

Nachmittags ging's dann zurück an unseren See, in dem wir bei schönstem Sonnenschein mit Lara ins Wasser hüpften und sie anschließend eifrig am Strand sandeln konnte.

Montag, 18. März 2019

Waimangu Volcanic Valley

Wie der letzte Tag geendet hatte, so begann auch der Neue, nämlich mit einem herrlichen Bad in den heißen Quellen. Heute Morgen war es jedoch noch schöner, da die Quellen erst um 10 Uhr öffnen, die Camper jedoch auch schon davor rein dürfen. So hatten wir um halb 9 die Pools fast für uns alleine und es war noch herrlich ruhig...selbst Lara genoss offenbar die Stille und die Wärme. Nachdem wir ausgebadet hatten, liefen wir dann noch einen kleinen Weg durch thermische Dämpfe zur eigentlichen Quelle, bei der das 98° warme Wasser eifrig aus dem Boden blubbert.

Und damit waren wir dann auch schon beim Hauptthema des heutigen Tages angekommen. Es ging nämlich in das Waimangu Volcanic Valley - einen geothermalen Park, bei dem es ebenfalls an allen Ecken und Enden dampft und blubbert. Ein großer Vulkanausbruch hatte hier 1886 alles eifrig durcheinander gewirbelt und ordentliche Krater, Seen und heiße Quellen geschaffen, die wir auf einem schönen Wanderweg bestaunen konnten. Direkt am Eingang bekamen wir eine deutschsprachige Info-Broschüre, die alle Sehenswürdigkeiten ausführlich erklärte. Das schöne am Park war, dass er nicht so überlaufen war, wie die meisten anderen, viel stärker beworbenen Thermalparks hier in der Region. So konnten wir in Ruhe immer weiter bergab (und zwischendurch zu einigen Kratern auch mal bergauf) spazieren, bis wir am Ufer des Rotomahana Sees ankamen. Dort erwartete uns dann ein kleines Boot, mit dem wir noch eine Rundfahrt über den See unternahmen, bei der wir unter anderem dem großen Vulkan näher kamen und einen Geysir aus nächster Nähe ausbrechen sahen.

Nachdem unsere für morgen angedachte Whale Watching-Bootstour an der Küste leider nicht stattfinden kann, weil der Skipper gerade jemandem im Bush helfen muss (?!), beschlossen wir stattdessen noch ein bisschen im Bereich von Rotorua zu bleiben und suchten uns einen günstigen Campingplatz in der Umgebung. Wir landeten schließlich am Lake Okareka und das war ein absoluter Glücksgriff! Die Campsite liegt an einem absolut ruhigen Seeufer mit Bade-Sandstrand und vor allem einem großen Spielplatz! Obwohl es schon recht spät war, ließen wir Lara dann noch eine ganze Weile herumkrabbeln und rutschen, was sie nach dem anstrengenden Tag, den sie hauptsächlich in der Kraxe verbringen musste, sichtlich genoss! Wir sind sogar am überlegen ob wir hier nochmal eine Nacht dranhängen sollen.

Erstmal gab es dann aber noch das bisher wohl beste Abendessen des Urlaubs: Auf unserem Außengrill machte ich Spareribs und Lamm. Dazu gab es dann noch Knoblauchbrot und selbstgemachten Kartoffelsalat von Meli - ein Traum!  Anschließend zogen wir uns dann alle glücklich und zufrieden in den Camper zurück.