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Dienstag, 17. November 2015

Santiago de Chile - der letzte Tag!

Wie schnell die Zeit beim Reisen vergeht...heute stand uns schon der letzte, vollständige Tag hier in Südamerika bevor!

Und der begann gleich mal ziemlich verwachsen...unsre Kreditkarte funktionierte nämlich immer noch nicht. So ging es dann erstmal rüber zur Wechselstube, wo wir schließlich auch noch einen Teil unserer Not-Euro verpfänden mussten, um den bevorstehenden Tag zu überstehen.

Und danach wurde es erstmal nicht besser: Wir stellten fest, dass auch in Chile montags leider alle Museen geschlossen haben, womit unser geplanter Tagesablauf gleich mal platzte.

Also beschlossen wir einen Markt zu besuchen, den Meli auf der Herfahrt aus dem Bus gesehen hatte. Der einzige Haken: Sie wusste nicht mehr so ganz genau WO das gewesen war. Also stiefelten wir munter los die Busstrecke zurück, kann ja nicht so weit sein...dachten wir! Nach einer Stunde Fußmarsch brachen wir das Vorhaben dann enttäuscht ab...entweder hatte sich der Markt in Luft aufgelöst oder er muss umgezogen sein, war unser Fazit.

Also gab es erstmal Frustessen im BurgerKing und anschließend ging es weiter zu etwas, dass heute endlich mal klappte: Eine e-Roller-Sightseeing-Tour! Diese hatte ich morgens bei TripAdvisor gefunden und dem deutsch sprechenden Inhaber noch kurzerhand geschrieben. So machten wir uns um 15 Uhr munter auf den Weg kreuz und quer durch die Stadt. Die kleinen Flitzer, die wie Tretroller aussehen sorgen ganz schön für Aufsehen und machen riesig Spaß. Zudem gibt es in der vollen Innenstadt vermutlich kein schnelleres Fortbewegungsmittel. So schauten wir uns in den folgenden 3,5 Stunden so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten der Stadt an und fuhren sogar hoch auf den schönen Cerro Santa Lucia.

Nachdem wir anschließend sogar noch zufällig in einen Markt stolperten, wie wir Vormittags gesucht hatten und wir ab 20 Uhr sogar wieder Geld mit Melis Kreditkarte bekamen, schien es mit dem letzten Tag doch wieder bergauf zu gehen.

Doch dann kam leider wieder das Abendessen, dass bei Meli ganz und gar nicht gut war...und das am letzten Abend. Anschließend stellten wir fest, dass sie in Santiago offenbar um 22 Uhr schon die Bordsteine  hochklappen...so dass wir nicht mal mehr einen Cocktail trinken gehen konnten.

Etwas enttäuscht machten wir uns auf den Rückweg, wo uns dann ein kleiner Mini-Market immerhin noch ein bisschen den Abend rettete: Mit Empanadas, Chips, Bon-o-bons und Getränken ausgestattet ging es dann letztlich doch noch versöhnt zurück ins Hotel!

Morgen früh geht unser Flieger und danach melde ich mich nochmals hier mit einem kleinen Reise-Rückblick!

Santiago de Chile - Tag 1

Unser Urlaub nähert sich dem Ende und so hieß es für uns heute das letzte Mal weiterreisen und zwar in die Hauptstadt des Landes. Von dem kleinen Flughafen in Calama starteten wir vormittags ins zwei Flugstunden entfernte Santiago de Chile. Vorbei an der Bergkette der Anden ging es Richtung Süden, wo wir pünktlich landeten.

Nach unserem Bustransfer in die Innenstadt stellten wir im Hotel dann fest, dass nun auch unsere zweite Kreditkarte ihren Dienst verweigerte. Ziemlich peinlich, wenn man bedenkt, dass wir uns zum Abschluss der Reise extra nochmal ein richtig nobles Hotel gegönnt haben. Dank unseren Not-US-Dollar konnten wir aber immerhin noch unsere erste Nacht bezahlen, so dass wir ins Zimmer durften.

Dank deutscher Unterstützung und Western Union mussten wir den restlichen Tag dann aber doch nicht komplett im Hotel verbringen, sondern konnten nochmals losziehen.

So machten wir uns auf den Weg zum Cerro San Cristobal, sozusagen der Stadt-Berg von Santiago. Mit einer 90 Jahre alten Seilbahn ging es den steilen Berg hinauf, von welchem wir eine grandiose Aussicht über die Stadt hatten. Nach einem leckeren Eis und einem kurzen Aufstieg zur Marienstatue wollten wir uns über einige Pfade zu Fuß auf den Weg zurück ins Tal machen. Dumm nur, dass alle Pfade und Abkürzungen gesperrt waren... So blieb uns letztlich nur der über 5 km lange Weg um den Hügel herum übrig. Dieser bescherte uns jedoch dafür immerhin noch einige schöne Aussichten und die Begegnung mit einer riesigen Spinne mitten auf der Straße.

Nachdem wir auch diese Hürde gemeistert hatten, kamen wir unten wieder im Künstler- und Partyviertel Bellavista an. Dort sind alle Hauswände mit wunderschönen Graffities bemalt und eine Kneipe reiht sich an die nächste. Aufgrund vorheriger Recherche fanden wir dort auch den tollen Patio Bellavista - ein etwas versteckter Innenhof inmitten des Viertels. Dort befinden sich jede Menge kleine Läden und leckere Restaurants, wo wir schließlich in gemütlichen Stühlen sitzend zwei Monster-Mojitos und eine Tortilla-Platte bestellten - soooo lecker!

Anschließend ging es dann aber ab ins bequeme Bett im 5. Stock.