Posts mit dem Label Arequipa werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Arequipa werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 16. Oktober 2015

Colca-Trip - Tag 2

Heute hieß es bereits um 5 Uhr raus aus den gemütlichen Federn. Nach einem schnellen Frühstück machten wir uns gleich auf den Weg, um vor dem Touristensturm an unserem ersten Ziel zu sein: dem 'Cruz del Condor'. Es handelt sich dabei um einen Aussichtpunkt über dem dort 1500 Meter tiefen Colca-Canyon, an welchem man die größte Chance hat die riesigen Kondore zu sehen.

Zwar klappte es tatsächlich, dass wir als erste dort waren, allerdings schienen die Kondore leider verschlafen zu haben und somit gab es erstmal genau gar nichts zu sehen...

Glücklicherweise war unser Guide recht flexibel und wir zogen einfach die für später geplante Mountainbike-Abfahrt vor. Ausgestattet mit allem was man braucht ging es dann eine Stunde lang die Serpentinen hinunter (und ein Stückchen auch hinauf) in das Dörfchen Cabanaconde. Die Aussicht war fabelhaft und das größte Risiko war ein freilaufender Esel, der kreuz und quer über die Straße rannte.

Anschließend wurden die Bikes wieder in den Anhänger geladen und es ging nochmal zurück in Richtung des Cruz del Condor. Doch bereits einen Aussichtspunkt zuvor hielten wir an, da unser Fahrer "Condor, Condor!" rief. Und tatsächlich schwebten insgesamt drei Kondore majestätisch den Canyon hinauf. Scheinbar mühelos ließen sie sich trotz ihres Gewichtes von bis zu 15 kg in die Lüfte tragen.

Nachdem sie aus unserem Blickfeld verschwunden waren, ging es dann doch noch vollends zum Cruz del Condor zurück, wo sich nun jedoch dutzende von Touri-Bussen mit hunderten von Leuten eingefunden hatten. Nachdem wir den Schock erstmal verdaut hatten, kamen dann aber doch die nächsten der riesigen Vögel den Hang hinauf geflogen. Scheinbar völlig unbeeindruckt von den Menschenmassen schwebten sie mit ihrer riesigen Spannweite teilweise nur wenige Meter an und über uns vorbei...beeindruckend!

Nach einer Stunde ging es dann weiter zu einer heißen Quelle im Tal. Um das kochend heiße Wasser herum waren einige Becken errichtet worden, in welchen das Wasser in verschiedenen Temperaturen gesammelt wurde. Dort entspannten wir uns mit einer kühlen Cerveza erstmal eine Runde und Meli und ich wagten uns noch kurz in den daneben fließenden und a...kalten Fluss. Als dann die übrigen Tourbusse nach einer knappen Stunde eintrafen, machten wir uns bereits auf den Rückweg nach Arequipa.

Ab der Hälfte der Strecke wurde es dann nochmals abenteuerlich: Irgendjemand kam auf die grandiose Idee bei laufendem Verkehr ein offizielles Autorennen auf den Bergstraßen bis nach Arequipa zu veranstalten. So hielt die Polizei zwar immerhin die Lkw's in beide Fahrtichtungen an, der übrige Verkehr schien aber ohne erkennbares System mal mehr und mal weniger durchgelassen zu werden. So schossen auf der engen, kurvigen Straße von hinten die Rennwagen an uns vorbei, während von vorne der übrige Verkehr entgegen kam...verrückte Peruaner!

Nachdem wir es aber dennoch wohlbehalten nach Arequipa zurück geschafft hatten und nicht nur wir, sondern auch der Guide sichtlich erleichtert war, verbrachten wir die restliche Zeit noch in einer tollen Creperie mit frischem Chicha, bevor es um halb 9 mit dem Nachtbus in Richtung Cusco los ging.

Colca-Trip - Tag 1

Um 7:30 Uhr ging unser zweitägiger Trip los in Richtung des Colca Canyons. Vorbei am Misti-Vulkan erreichten wir zunächst jedoch eine Hochebene, in welcher unzählige Vicunhas leben - eine Lama-Art, welche das weicheste Fell der Welt haben soll und streng unter Naturschutz steht. Als Anhaltspunkt: Ein Pulli aus diesem Fell kostet zwischen 1500$ und 4000$ und die frei lebenden Tiere werden nur einmal im Jahr kurz eingefangen und geschoren. Auf das töten eines Vicunhas stehen mittlerweile sogar Gefängnisstrafen.

Während unser Guide Paul uns auf der Weiterfahrt alles Wissenswerte über die Landschaft, die Tierwelt und die Inka-Kultur erklärte, ging es auf einer Hoppelpiste ab in die Pampa auf knapp 4000 Höhenmeter. Mitten im Nirgendwo und fernab jeglicher anderer Touristen, starteten wir dann zu Fuß in eine Schlucht mit  phänomenaler Aussicht. Während unserer Kletterakrobatik in der Schlucht huschte sogar eines der scheuen Viscanas direkt unter uns vorbei.

Nachdem wir völlig außer Atem wieder an unserem Minibus angekommen waren, gab es erstmal Coca-Tee gegen die Höhenkrankheit, bevor unsere Fahrt auf den höchsten Punkt unseres Trips führte. Auf 4950 Meter überquerten wir einen Pass in Richtung der Stadt Chivay, welche den Eingang zum Colca Canyon bildet.

Nachdem wir dort lecker zu mittag gegessen hatten, steuerten wir noch diverse Aussichtspunkte an, bevor wir in einem 200-Seelen-Dorf ankamen, in welchem sich unsere Lodge befindet. Dort wanderten wir noch zum Sonnenuntergang ins Tal, bevor es dann zum Duschen in unsere himmlischen Zimmer ging :)

Bereits jetzt sind wir absolut begeistert von der Tour und meine Kamera glüht schon, aufgrund der wundervollen Landschaft und Tierwelt :-)

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Arequipa - Tag 2

Nach einer erholsamen Nacht in unserem  Gewölbekeller hier (siehe Bild) ging es am Vormittag mit Diana und Hannes zusammen ins Reisebüro um einen kleinen Trekkingausflug in den  nahegelegenen Colca-Canyon zu buchen. Nach kurzem Vergleichen wurden wir auch fündig und können morgen früh gleich starten :)

Da Meli immer noch nicht so ganz auf der Höhe war, ging es für sie nach einem kurzen Ausflug zu einem Aussichtspunkt nochmal ins Zimmer zurück, während ich mir das Museum rund um die kleine 'Juanita' anschaute. Sie ist ein in ganz Peru bekanntes Mädchen, das vor etwa 550 Jahren von den Inka auf einem Vulkan geopfert wurde. Aufgrund der dortigen Eisschicht wurde die Leiche perfekt konserviert und 1995 zufällig von Forschern entdeckt. Heute kann man sie nun in einer eisgekühlten Vitrine und mit allen Opfergaben, der Originalkleidung usw. bestaunen - etwas makaber aber super interessant, da lokale Studenten die Führungen machen.

Nachdem ich noch kurz auf dem lokalen Markt vorbei geschaut hatte, ging es dann mit Meli zusammen weiter ins Kloster Santa Catalina. Der Komplex bildet eine eigene kleine Stadt in der Stadt und man kann dort im zugänglichen alten Bereich (etwa 60% des Gesamtkomplexes) ziemlich alle Räume bestaunen. Da Arequipa von den Spaniern gegründet wurde, sind die Wege im Kloster nicht nur nach spanischen Städten benannt, sondern man kommt sich auch wie in ihnen vor.

Zum Abschluss des Tages ging es mit den andern beiden in ein gutes Restaurant, welches alle lokalen Spezialitäten serviert. Und so war es nicht nur an der Zeit das hier beliebte Käse-Eis (Queso Helado) zu probieren, sondern auch das nach seinen Lauten benannte 'Cuy'. Wem das nichts sagt, der darf es sich gerne anhand des Fotos erschließen ;-)

(Morgen kann ich vermutlich aufgrund des Treks nichts posten - das folgt dann übermorgen...)

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Arequipa - Tag 1

Heute Nacht waren wir wie bereits erwähnt mit dem Nachtbus unterwegs nach Arequipa. Was ich noch nicht erwähnt hatte, ist dass uns das Sandboarding in  Huacachina doch etwas mehr mitgenommen hat, als zuerst vermutet. Meli hat sich das Steißbein vermutlich geprellt und mein linkes Knie macht auch mal wieder ein bisschen blöd.

Zum Glück konnten wir in unserer Unterkunft gleich einchecken und erholten uns dort erstmal bis zum Nachmittag.

Um 15 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zu einer 'Free Walking Tour'. Dabei führen einen ehemalige Studenten kostenlos durch die Altstadt und erklären allerhand wissenswertes - und das ganze wie der Name schon sagt umsonst.

Der Rundgang dauerte 2,5 Stunden und wir haben beide vermutlich noch nie so eine gute und interessante Stadtführung wie diese mitgemacht! Von der Geschichte der Stadt, über Museen und Kirchen bis zur Verkostung von Schoko-Tee und Pisco Sour war alles dabei :-)

Nach diesem tollen Einstieg in die Stadt trafen wir uns abends mit Diana und Hannes, die wir in Huacachina kennengelernt hatten und gingen noch was essen und schauten das Fußballspiel Peru-Chile. Leider verlor Peru 3:4, sonst wäre vermutlich noch eine riesen Party gestiegen.

Aber wir waren auch so schon müde genug um danach schnell in unsere Betten zu kriechen, wo wir jetzt erstmal richtig schön ausschlafen werden.