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Freitag, 12. August 2016

Sossusvlei + Sesriem Canyon

04:30 Uhr - Die Wecker klingeln.
05:00 Uhr - Frühstück to Go einpacken.
05:30 Uhr - Fahrt in Richtung Sesriem.
06:15 Uhr - Ankunft am Sossusvlei-Tor.
06:45 Uhr - Öffnung des Tores.

Das waren unsere ersten zwei Stunden heute in Kurzform. Gemeinsam mit etwa 50 weiteren Autos fuhren wir also ins Dünengebiet der Namib-Wüste ein. Der Grund für den großen Ansturm ist einfach: Einige der weltgrößten Dünen aus feuerrotem Sand im Licht der aufgehenden Sonne leuchten zu sehen, ist so ziemlich einmalig. Das Problem daran liegt darin, dass die Tore erst kurz nach Sonnenaufgang öffnen und es bis zu den eigentlichen Sossusvlei-Dünen von dort aus nochmals 60km sind. Dank eines Tipps in einem unserer Reiseführer bogen wir jedoch entgegen 48 der anderen Autos bereits kurz nach dem Tor rechts ab und fuhren direkt zur Elim-Düne. Auf dieser kleineren, etwas bewachsenen Düne konnten wir den Sonnenaufgang dann noch in völliger Ruhe genießen.

Erst eine Stunde nach dem großen Ansturm brachen dann auch wir in Richtung der großen Dünen auf. Etwa 5km vor dem Erreichen endet allerdings die Asphaltstraße und es geht nur noch für Allradfahrzeuge weiter...und das hat seinen guten Grund. Nachdem wir uns nämlich einen knappen Kilometer durch reinen Sand gekämpft hatten, war in einer Kurve dann dummerweise auch für uns Ende Gelände... Da ich etwas zu langsam fuhr, blieben wir in dem tiefen Stand stecken und es ging weder vor noch zurück. Also hieß es Schaufel auspacken und erstmal buddeln. Da wir zum Glück bei weitem nicht die einzigen waren, die genau an dieser Stelle stecken geblieben sind, kamen relativ schnell zwei Ranger vorbei gefahren, die uns beim Befreien des Autos halfen. Ganz uneigennützig boten sie uns anschließend dann an, uns für einen kleinen Betrag die restlichen 4km in ihrem Shuttle-Jeep mitzunehmen. Da wir zum einen nicht wussten wie die restliche Strecke so aussieht und zum anderen der Sand im Laufe des Tages immer schwieriger zu befahren wird, nahmen wir das Angebot dankend an.

Mit 80 km/h bretterte der Ranger mit uns dann durch die Sandlandschaft und wir waren doch ganz froh, es nicht nochmal selbst versucht zu haben. Wenige Minuten später kamen wir am Dead Vlei an. Dieser von riesigen Sandbergen umgebene Kessel ist wohl eine der atemberaubendsten Landschaften die ich je gesehen habe. Man kommt sich vor wie in einem Gemälde von Salvador Dali. Völlig surreal stehen dort verdörrte Bäume in einer weißen Salzpfanne umgeben von hunderte Meter hohen, roten Dünen - einfach unglaublich!

Mit diesen Eindrücken ging es dann wieder im Shuttle zurück zu unserem Auto, mit welchem wir den Kilometer trotz trockenerem Sand glücklicherweise ohne unfreiwilligen Zwischenstop wieder zurück schafften. Am Eingangstor des Parks angekommen, bogen wir dann aber nochmals rechts ab zum Sesriem - Canyon. Wie der Name schon sagt, hat sich dort ein Fluss tief in das umgebene Gestein gegraben. Da dieser jedoch mittlerweile zumindest in der Trockenzeit vollkommen versickert ist, kann man ein Stück weit durch die engen Gänge der Schlucht wandern und klettern.

So ging es dann am frühen Nachmittag vollkommen zufrieden zurück zur Lodge, wo der eiskalte Pool schon auf uns wartete. Und als hätten wir heute nicht schon genug Highlights gehabt, wurde direkt am Wasserloch unserer Lodge auch noch ein Oryx-Baby geboren :) So konnten wir bei ein paar kühlen Drinks den ersten Gehversuchen des Kleinen zuschauen.

Das war es dann aber wirklich für heute. Morgen geht's weiter nach Swakopmund!

(Aufgrund anhaltend schlechter Internetverbindung in unsrer Lodge kann ich leider immer noch keine Bilder hochladen - das wird aber bei der nächsten Gelegenheit nachgeholt!)

Donnerstag, 11. August 2016

Namib-Naukluft Park

5 Stunden Weiterfahrt - das war heute unser Tagesprogramm. So konnten wir uns etwas Zeit lassen und gemütlich um 10 Uhr von der Lodge aufbrechen.

Die ersten 150 km verliefen wie gewohnt auf asphaltierter Straße bombengeradeaus durch die endlos erscheinende Steppe Namibias. In Maltahöhe legten wir eine kleine Mittagspause im Supermarkt ein, bevor es dann weiter ging. Direkt am Ortsausgang endete allerdings die gemütliche Asphaltstraße urplötzlich und es ging auf losem Schotter weiter. So verminderte sich unsere Durchschnittsgeschwindigkeit ab da auf etwa 80 km/h, was aber auch noch ganz in Ordnung war.

Erfreulicherweise wurde auch die Landschaft etwas abwechslungsreicher und wir entdeckten sogar zwei Oryx-Antilopen direkt am Fahrbahnrand. So erreichten wir schließlich unsere Lodge um kurz nach 15 Uhr.

Nach ein bisschen Erholung in den Zimmern machten wir noch eine kleine Wanderung an den eindrucksvollen versteinerten Dünen entlang und vorbei an einigen weiteren Oryx-Antilopen, welche hier im Gegensatz zur Kalahari ganz und gar nicht scheu sind und uns bis auf fünf Meter an sich heran ließen :)

Den restlichen Abend ließen wir dann ruhig zu Ende gehen, da es morgen bereits um 5 Uhr los geht, um rechtzeitig zum Sonnenaufgang an den berühmten Sossusvlei-Dünen zu sein...aber davon morgen mehr!

PS: Da sie uns in der Lodge um halb 10 das Internet abgedreht haben, kommt dieser Post einen halben Tag verspätet und vorerst ohne Bilder ;)