Freitag, 2. September 2016

Sambesi-River-Rafting

Wie bereits angekündigt, stand uns heute der sportlichste Tag unserer Reise bevor. Nachdem wir morgens in der Unterkunft abgeholt wurden und in der Stadt eine ausführliche Sicherheitseinweisung erhalten hatten, kletterten wir auch schon die nahezu senkrechte Schlucht unterhalb der Victoriafälle hinab. Am Flussufer angekommen, erwartete uns ein Raft mit welchem wir die nächsten 5 Stunden durch die Stromschnellen preschen würden. Neben uns waren noch zwei englische Notärzte und der Guide mit einem Azubi an Bord.

Direkt unterhalb der Wasserfälle hieß es dann gleich mal 'Alle Mann über Bord', allerdings zunächst mal freiwillig. Das Wasser war angenehm warm, weshalb wir erstmal alle hineinsprangen und dabei auch das zurück klettern ins Raft üben konnten. Kurz darauf wurde es dann auch schon ernst, denn die ersten Stromschnellen standen bevor. Während die erste mit einer Klassifizierung von 3 noch 'durchschnittlich schwierig' war, erreichten wir bald eine Stromschnelle der Stufe 5 - die höchste überhaupt befahrbare Schwierigkeitsstufe. Unser Schlauchboot wurde von den Wassermassen nur so umher geschleudert, während wir mit unsren Paddeln gleichzeitig versuchten es zu stabilisieren und dabei nicht selbst ins Wasser zu fallen. Das klappte sogar erstaunlich gut, was aber nicht bedeutete, dass wir trocken blieben. Die meterhohen Wellen und Strudel schlugen regelmäßig über dem Boot ein, so dass wir von oben bis unten durchtränkt waren.

Irgendwann erwischte es schließlich unseren Notarzt. Einmal kurz nicht aufgepasst und schon ging es rein ins wilde Nass. Da dies dummerweise gleich zu Beginn eines recht turbulenten Abschnitts passierte, war das ganze Boot sofort damit beschäftigt ihn wieder rein zu ziehen...was sich mitten in einer Stromschnelle als nicht gerade einfach erwies. Schließlich waren wir aber doch erfolgreich und alle wieder vollzählig im Boot.

So paddelten wir in den nächsten Stunden durch insgesamt 19 wilde Passagen, immer wieder unterbrochen durch ruhigere Abschnitte, in denen wir die beeindruckende Schlucht um uns herum betrachten konnten. Abgesehen von einem weiteren freiwilligen Sprung ins Wasser, blieben ansonsten alle Mann an Bord :)

Als wir dann erschöpft das Ziel erreichten, wurde uns erst bewusst, dass uns der anstrengendste Teil noch bevor stand. Denn wer einmal eine Schlucht hinab steigt, muss diese dummerweise am Ende auch wieder hinausklettern...und das erwies sich als Gringo-Killer 2.0! Wer unseren Blog schon seit Südamerika verfolgt, weiß was das bedeutet: Steile Stufen soweit das Auge reicht...und in diesem Fall dazu noch ein Paddel und dir Schwimmweste über der Schulter ;) Aber es half alles Jammern nichts und so schleppten wir uns Stück für Stück aus der Schlucht hinaus. Die Belohnung konnte sich dafür schließlich sehen lassen: Eisgekühltes Bier und frische Grillhähnchen :)

Zurück in der Lodge ging es dann für alle erstmal ratzfatz zurück ins Bett und der restliche Tag wurde zur Regeneration genutzt :D

Vor lauter Action haben wir übrigens völlig vergessen Fotos während des Rafting-Trips zu schießen, aber es gibt immerhin ein GoPro-Video.



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