Mittwoch, 31. August 2016

Chobe-Nationalpark + Simbabwe

Heute hieß es für Meli und mich bereits vor Sonnenaufgang raus aus den Federn. Während Hannah und Nick noch tief und fest schlummerten, brausten wir nämlich bereits durch die eisige Morgenluft zu unsrem letzten Game Drive des Urlaubs in Richtung Nationalpark.

Am Ufer des Chobe-Flusses entdeckten wir unter einem Busch dann auch gleich ein verschlafenes Hippo, welches gerade erwachte. Als es aus seinem Schlafzimmer heraus humpelte, bemerkten wir dann deutliche Kampfspuren vom Vortag. Vorsichtig überquerte es schließlich den schmalen Pfad, um sich am Flussufer wieder etwas am grünen Gras zu stärken. Die Weiterfahrt führte uns vorbei an Elefanten, Giraffen, Antilopen und Affen, die allesamt hier zum Standard-Repertoire gehören. Was hier nicht so ganz alltäglich ist, sind die insgesamt 5 Löwen, die wir im Anschluss noch fanden. Während unser Guide zu Beginn der Fahrt noch lachte, als wir unsere Hoffnungen diesbezüglich äußerten, staunte vermutlich auch er nicht schlecht,  als wir sie dann tatsächlich einige Meter neben der Fahrbahn erblickten. Diesmal konnten wir auch in aller Ruhe anhalten und sie bestaunen - da keine Gefahr bestand mit unserem Safarifahrzeug stecken zu bleiben :)

Nach diesem wunderschönen Abschluss im Chobe-Nationalpark machten wir uns dann langsam auf den Weg unser Auto zurück zu geben, welches uns in den letzten 3 Wochen gute Dienste erwiesen hatte. Nach knapp 5000 Kilometern, welche wir in dieser Zeit zurückgelegt hatten, sah das Auto allerdings auch entsprechend aus, weshalb es erstmal zum Car-Wash ging. Hierzu hielten wir einfach an einem der unzähligen handbeschriebenen Blechschilder am Fahrbahnrand und fuhren unter eine Holzkonstruktion. Kurz darauf wuselten dann auch schon vier Einheimische um unser Auto herum und putzten es in feinster Handwäsche so fein heraus, dass man es fast wieder als neu verkaufen könnte.

So ging es dann schließlich zum Flughafen, wo wir das Auto zurückgaben und von einem Transfer-Service abgeholt wurden, welcher uns über die Grenze nach Simbabwe schmuggelte. Natürlich nicht! Wir holten artig unsere Ausreistempel am ersten Schalter und ein paar Meter weiter unsere Einreise-Visa am nächsten Schalter, bevor es dann weiter nach Victoria Falls ging.

Dort besorgten wir uns in der Stadt erstmal wieder etwas Bargeld, was bei den Währungswechseln immer erstmal die größte Sorge ist. Mit genügend US-Dollar an Bord, ging es dann zum Abendessen, welches für unseren Geschmack ein bisschen zu sehr 'schickimicki' war.



Dienstag, 30. August 2016

Botswana - Tag 2

Auf unserem riesigen Anwesen ließen wir den Tag ganz gemütlich starten: Nach dem Ausschlafen im riesigen Bett gab es Obstsalat aus unserer eigenen Küche, bevor wir uns in den Garten an unseren tollen Pool legten.

Völlig entspannt ging es dann zur Bootssafari in den Chobe-Nationalpark. Nur Meli war heute nicht so ganz fit, was sich hoffentlich wieder fängt. So tuckerten wir dann in unsrem kleinen Boot am Ufer entlang und bestaunten einmal mehr Elefanten, Hippos, Büffel und Krokodile. Ein richtiges Highlight war heute leider nicht dabei, aber die Affenfamilien, die wir gegen Ende entdeckten, boten trotzdem ganz gute Unterhaltung.

Nach dem Sonnenuntergang ging es dann wieder zurück zur Unterkunft, wo wir uns noch Spaghetti kochten und einmal mehr zeitig ins Bett gingen.

Montag, 29. August 2016

Botswana: Chobe-Nationalpark + Kazungula

Hinsichtlich des Grenzübertritts nach Botswana bestand zunächst mal große Unsicherheit, da man nirgendwo aktuelle Infos dazu bekommt. Ziemlich sicher war nur, dass wir es mit unseren namibianischen Dollar nicht über die Grenze schaffen würden, da diese dort wohl nicht als Zahlungsmittel akzeptiert werden. So waren wir ganz froh, als unser deutschsprachiger Lodge-Manager uns gestern abend noch versicherte, dass man die Gebühren an der Grenze stattdessen in Euro bezahlen kann -> das soll mal einer verstehen...

So machten wir uns um 8 Uhr auf den Weg zur Grenze. Dort klappte tatsächlich alles problemlos, inklusive der Zahlung in Euro. Direkt danach folgte dann der Kontrollposten für den botswanischen Chobe - Nationalpark, bei welchem der Kontrollbeamte jedoch ein riesen Depp war. Nach einigen Diskussionen durften wir aber dennoch passieren, um 100 Meter weiter für die Bezahlung der Permit erneut zu stoppen. Alles nicht so ganz optimiert, aber letztlich kommt man schon irgendwie durch.

Direkt zu Beginn des Nationalparks ging es dann mit so einer Sandpiste los, wie uns noch in Sossusvlei zum Verhängnis geworden war. Dank unserer zwischenzeitlich gewonnenen Erfahrung schafften wir es diesmal jedoch hindurch und dann eröffnete sich vor uns das Paradies: Hinter einem Hügel lag das grüne Tal rund um den Chobe - Fluss und auf den Weideflächen grasten tausende von Zebras, Springböcken, Impalas, Kudus, Elefanten und Büffeln. So weit das Auge reichte, waren einfach nur Tierherden zu sehen. Auf den trockeneren Hügeln liefen überall Giraffen herum und Elefantenherden kreuzten die Sandpisten. Der Chobe - Nationalpark stellt den Etosha in allen Belangen (abgesehen von der Befahrbarkeit) definitiv in den Schatten!

Auf der Weiterfahrt kamen wir sogar noch an zwei Löwinnen unter einem Baum vorbei. Aufgrund der tiefsandigen Piste an dieser Stelle, konnten wir jedoch leider nicht anhalten, um sie zu bewundern :(

So erreichten wir schließlich um 16 Uhr gut durchgeschüttelt unser selbst gebuchtes Haus in Kazungula. Was für ein hammer! Da es die einzige verfügbare und bezahlbare Unterkunft in der Region war, buchten wir nämlich eine komplette Villa mit 4 Schlafzimmern, 3 Bädern, eigenem Pool, Terrasse mit Grill und riesigem Wohnbereich. Die super nette Gastgeberin führte uns dann erstmal durch unser zweistöckiges Anwesen und versuchte uns die Alarmanlage irgendwie zu erklären. Währenddessen lief direkt vor unsrem Garten schon der erste Elefant vorbei und im Laufe des Abends folgten noch einige weitere.

Nachdem wir uns im Supermarkt eingedeckt hatten, versuchte ich mich dann mal selbst am afrikanischen Braai. So gab es Grillwürstchen, Fleisch und Hähnchen zum Abendessen, bevor wir uns noch mit einer Shisha auf den Balkon setzten und den Elefanten rund um unseren Garten lauschten. Aus meiner Sicht ein absoluter Highlight-Tag!

Sonntag, 28. August 2016

Namushasha-Lodge - Tag 2

Nachdem wir gestern nachmittag ganze Touri-Herden verschiedener Reisegruppen in die Safari-Boote einsteigen sahen, entschlossen wir uns dazu, unsren Boot-Cruise früh morgens zu machen. Als wir um 8 Uhr das Boot bestiegen, zeigte sich dass dieser Plan schonmal aufgegangen war. Mit lediglich drei weiteren Gästen tuckerten wir auf dem Kwando-River los. Zunächst gab es allerdings außer Vögeln nichts zu sehen und wir kamen schon ins Grübeln, ob die Boots-Tour so eine tolle Idee war.

Nach etwa einer Stunde stießen wir dann aber auf eine Hippo-Herde mitten im Fluss, die uns misstrauisch beäugte. Als wir vorsichtig näher fuhren, tauchten die Tiere erstmal ab, um kurz darauf an einer völlig anderen Stelle wieder aufzutauchen. Der Hausherr tauchte sogar einmal auf uns zu, um seinen Anspruch auf den Harem zu verdeutlichen. Außer ihm befinden sich nämlich nur weibliche Tiere in einer Herde. Nachdem wir schließlich eine gute Stelle am Ufer gefunden und den Motor abgestellt hatten, entspannten sich die Hippos dann und kamen nach und nach wieder an die Oberfläche. So konnten wir sie in aller Ruhe beobachten.

Auf der Weiterfahrt stießen wir dann nach und nach auf mehrere Krokodile, die sich am Ufer sonnten...definitiv also kein guter Fluss für ein Erfrischungsbad!

Nachmittags machten wir dann noch einen kurzen Abstecher zu einem Craft-Centre, wo handgefertigte Souvenirs von örtlichen Künstlern angeboten werden. Nachdem wir dort dann unsere letzten namibischen Dollar zurück gelassen hatten, ging es wieder zurück zur Lodge, wo abermals Entspannen auf dem Programm stand.

Morgen geht's dann übrigens weiter nach Botswana! Ich hoffe wir haben dort in unsrem selbst gebuchten Haus Internet, aber das werdet ihr dann schon merken ;)

Samstag, 27. August 2016

Namushasha-Lodge

Der heutige Tag war nach der Definition meiner Mitreisenden ziemlich entspannt und nach meiner Definition ziemlich langweilig...

Zunächst ging es von den Popa-Falls auf dem Trans-Caprivi-Highway etwa 300 km nach Osten. Hätte man einen Spurhalte-Assistenten und einen Tempomat, könnte man während der Fahrt auf der komplett geraden Strecke glatt ein Nickerchen machen. Da wird es schon fast zu einem fahrerischen Highlight, wenn man jede halbe Stunde mal einen Lkw überholen muss.

Anschließend durften wir dann ein wenig an unseren Uhren drehen: Da die Caprivi - Bewohner die namibische Winterzeit nämlich für unsinnig halten, gehen die Uhren hier derzeit einfach eine Stunde vor.

Den restlichen Tag verbrachten wir dann in unsrer schönen Lodge am Pool und der Panoramabar mit Entspannen und Karten spielen. Der Sonnenuntergang bei einem kühlen Amarula auf der Terrasse, hinter Schilfwäldern und Elefanten am Flussufer, hätte glatt aus einem schnulzigen Hollywood-Film stammen können :)

Mahango-Nationalpark

Durch ein munteres Vogelkonzert vor unseren Fenstern wurden Meli und ich schon um 6 Uhr geweckt. Nach ein paar Fotos von den Stromschnellen machten wir uns deshalb schon um 8 Uhr auf den Weg zu einem morgendlichen Game Drive im nahegelegenen Mahango-Nationalpark. Eigentlich heißt dieser bereits seit einigen Jahren Bwabwata-Park, da er mit einem anderen zusammengelegt wurde, der neue Name taucht aber weder auf den Straßenschildern, noch am Eingangstor auf...

Der Nationalpark erwies sich als recht überschaubar, da es nur eine befahrbare Piste am Fluss entlang und ein Wasserloch gab. Trotzdem gab es gleich mal recht viel zu bestaunen. Zuerst kreuzten uns zwei Affen-Clans, bevor wir anschließend unseren ersten Wasserbüffel entdeckten -> Big Five completed! Eine Kurve weiter hatten wir dann Blick auf den Fluss und fanden dort jede Menge Hippos vor. Gleich an der ersten Stelle zählten wir 25 Nilpferde im und am Wasser. Auf dem Rückweg machten wir dann noch einen Abstecher zum einzigen Wasserloch, welches zunächst jedoch recht verlassen aussah. Nach kurzer Zeit entdeckten wir jedoch einen einzelnen Elefanten im Dickicht und dann kam auch schon die ganze Herde aus dem Gehölz gerannt und stritt sich um den besten Platz am Wasser. So beobachteten wir das rege Treiben eine zeitlang aus der Pole Position, bevor wir uns vorerst auf den Rückweg machten.

Nachmittags erfrischten wir uns alle nochmal eine Runde in einem Seitenarm der Stromschnellen, bevor wir mit Hannah und Nick eine zweite Runde durch den Nationalpark drehten. Auf dem Rückweg standen zweimal Elefanten direkt am Fahrbahnrand, auf welche Meli seit unserem Etosha-Erlebnis leicht panisch reagiert. Auf unseren Videos macht sich das aber sicher ganz gut :)

Popa-Falls

Den Vormittag verbrachten wir entspannt am Pool, da die Weiterfahrt nur 2,5 Stunden dauern würde.

So machten wir uns dann um 12 Uhr auf den Weg und trafen nachmittags bei unserem Resort direkt an den Popa-Fällen ein. Entgegen dem Namen handelt es sich dabei aber nicht um Wasserfälle, wie wir sie uns vorstellen würden, sondern lediglich um ein paar Stromschnellen. Die Bungalows direkt an einem kleinen Nebenarm des Flusses waren aber recht schick und die kleine Bar direkt an den Stromschnellen hatte eine hübsche Aussicht. Dort tranken wir dann etwas, bevor wir uns ein ganz klein bisschen abenteuerlich auf Trampelpfaden durch das Unterholz schlugen und letztlich direkt in den Stromschnellen auf ein paar Felsen herauskamen.

Arg viel mehr hatte der heutige Tag nicht zu bieten, morgen geht es dann mal wieder in einen Nationalpark :)

Mittwoch, 24. August 2016

Rundu

Neben einer langen Fahrt in den Norden stand uns heute erstmal der Kauf eines neuen Reifens bevor. Nachdem wir telefonisch einen Händler ausfindig gemacht hatten, der unsere Größe vorrätig hatte, ging es in das 100 km entfernte Tsumeb, das wenigstens so halbwegs auf unserer vorgesehenen Route lag. Die Mitarbeiter staunten nicht schlecht, als sie unseren völlig zerfetzten Reifen sahen. In Windeseile zogen sie dann einen neuen auf und montierten diesen freundlicherweise gleich. Mal abwarten, ob unsere Versicherung den Reifen am Ende der Reise bezahlt...

Nach ein paar Besorgungen ging es dann weiter zu einem riesigen Affenbrotbaum oder Baobab, wie er hier genannt wird. Mit seinen 18,5 m Stamm-Umfang sahen wir davor recht mickrig aus. Nach ein paar Kletterübungen und Fotos ging es dann aber endgültig in Richtung Caprivi. Der nördlichste Zipfel Namibias wird bestimmt durch den Okavango-Fluss, welcher die Region insgesamt viel grüner erscheinen lässt. Dies fiel uns bereits auf der Fahrt auf, da immer mehr Palmen und in voller Blüte stehende Bäume erschienen.

Nach einem Veterinärzaun folgten dann links und rechts der Fahrbahn ununterbrochen kleine Siedlungen aus einfachsten Holz- und Wellblechhütten. Die Kinder spielten mit selbstgebastelten Drahtautos und kickten mit Dosen als Fußbällen. Die Männer fuhren mit Ochsenkarren an der Straße entlang und die Frauen trugen alles mögliche auf ihren Köpfen durch die Gegend. Afrika pur! Bei all der Armut lachten aber dennoch all die Kinder und wir hielten schließlich an einem Verkaufsstand mit selbstgemachtem Holzspielzeug. Nachdem sich die ganze Family mit ungefähr 10 Kindern um uns versammelt hatte, schenkten wir den Kindern eine Packung Kekse und kauften zwei Elefanten, bevor wir weiter zu unserer Lodge fuhren.

Direkt am Okavango gelegen, war die Lodge natürlich der ideale Startpunkt für eine Bootsfahrt zum Sonnenuntergang. Der Fluss trennt Angola und Namibia voneinander, so dass wir genau genommen mehrfach die Länder wechselten. Auf dem gegenüberliegenden Ufer wuschen die Menschen ihre Wäsche und badeten im Flusswasser, während um uns herum ein Nilpferd im Fluss schwamm und die Krokodile entspannten. Bei Sekt und Snacks erlebten wir den Sonnenuntergang, bevor es zurück zur Lodge ging.

Dienstag, 23. August 2016

Etosha-Nationalpark - Tag 3

In Namibia bin ich irgendwie zum Frühaufsteher geworden. Obwohl heute eigentlich Ausschlafen auf dem Programm stand, lag ich nämlich mal wieder um 6 Uhr wach im Bett und konnte nicht schlafen. Das brachte mich auf die Idee, vor dem Frühstück schnell schonmal mein Glück im Etosha zu versuchen. Meli wollte mich nicht alleine fahren lassen und quälte sich deshalb auch aus dem Bett. So waren wir um kurz vor 7 auf dem Weg. Da der Eingang direkt neben der Lodge liegt, sollten uns also 1,5 Stunden im Park bleiben, um noch rechtzeitig zum Frühstück zu kommen...soweit zumindest die Theorie. Leider nehmen es hier nämlich auch manche Torwächter genauer als andere und so dauerte es eine geschlagene halbe Stunde bis die drei Autos vor uns endlich abgearbeitet waren und wir in den Park einfahren durften.

Es blieb uns also nicht mehr allzu viel Zeit und wir mussten uns auch noch für ein Wasserloch entscheiden. Gesagt, getan und so brausten wir in Richtung unseres Ziels. Und was soll man sagen...Volltreffer! Neben einer Zebra-Herde und einer Giraffe war der König der Tiere höchstpersönlich gekommen! Zwei Löwen räkelten sich gemütlich in der Nähe des Wassers, während alle anderen Tiere sich deshalb nicht herantrauten.

So beobachteten wir das rege Treiben eine zeitlang, bevor es zum Frühstück zurück ging, wo wir unsere Mitreisenden leider etwas neidisch machen mussten. Den übrigen Vormittag entspannten wir dann am Pool, bevor wir nachmittags nochmals gemeinsam eine Runde durch den Etosha drehten. Erklärtes Tagesziel: ein Leopard. In dem Wissen dass dies schwierig werden würde, machten wir uns dennoch auf den Weg von Wasserloch zu Wasserloch. Wir fanden zwar einige Elefanten, Giraffen und eine große Zebra-Herde versperrte uns vorübergehend den Weg, der Leopard blieb aber leider verborgen. Wir beschlossen deshalb nochmals zu dem Wasserloch vom Morgen zu fahren, in der Hoffnung dass die Löwen sich dort vielleicht noch aufhalten. Kurz bevor wir es erreichten, schrie Meli auf einmal "Leopard!". Vollbremsung! Rückwärtsgang! Vollgas! Und tatsächlich, ungefähr 10 Meter neben der Fahrbahn schlich sich unser Tagesziel durch die Büsche. Da er leider nicht vor hatte sich deutlicher zu präsentieren, reichte es nur für ein kurzes Beweisbild, bevor sich der Leopard in die Büsche legte und fast vollständig mit der Umgebung verschmolz.

Die beiden Löwen, welche tatsächlich noch am Wasserloch im Schatten schlummerten, wurden bei all der Aufregung dann fast zur Nebensache. So ging es dann pünktlich zum Sonnenuntergang wieder zurück zur Lodge, wo wir zufrieden den Abend ausklingen ließen.

Montag, 22. August 2016

Etosha-Nationalpark - Tag 2

Unser langhalsiger Freund verabschiedete uns beim Beladen des Autos, bevor wir uns auf den Weg quer durch den Etosha-Nationalpark machten. Unsere nächste Unterkunft befindet sich nämlich am östlichen Zugangstor, welches ein gutes Stückchen entfernt ist.

Mit der großen Hoffnung heute einen Löwen zu sehen, begannen wir bei den südlichen Wasserlöchern. Ein bisschen schade ist dabei, dass man recht schnell 'abstumpft'. Große Zebra-, Gnu- oder Springbockherden sind schon fast keine Besonderheit mehr, obwohl sie ebenfalls toll anzuschauen sind. Unser erstes Highlight des Tages erwartete uns dann aber am fünften Wasserloch, wo wir einen Teil unserer Elefantenherde vom Vortag wieder fanden. Während wir uns an den etwa 10 Tieren erfreuten, strömten  plötzlich aus dem Gebüsch von allen Seiten weitere dazu. Letztendlich waren es 43 Elefanten rund um das Wasserloch, welche tranken, badeten und sich nass spritzen!

Völlig begeistert von den vielen Riesen fuhren wir weiter. Und nur wenig später stellten wir fest, dass uns das Glück auf unserer Reise treu geblieben war: Bereits in der Nähe des nächsten Wasserlochs standen einige Fahrzeuge um einen großen Baum herum. Schnell zeigte sich auch warum: Eine einzelne Löwin lag im Schatten und beobachtete die Springböcke an der nahegelegenen Wasserstelle! Die Freude in unsrem Fahrzeug war riesig. In der nächsten halben Stunde beobachteten wir, wie sie sich an die mögliche Beute anpirschte, sich dann doch wieder ausruhte und selbst ein paar Schlücke trank.

Freudig und erleichtert ging es weiter an Wasserlöchern mit Elefanten, Giraffen und einem Nashorn vorbei in Richtung Osten. Kurz vor dem Parktor entdeckte Hannah dann noch unseren 50. Elefanten des Tages direkt am Fahrbahnrand. Nur wenige Meter vor ihm hielten wir an, um ihm beim Fressen zuzuschauen. Als er dann die Fahrbahn überquerte, drehte er sich plötzlich zu uns und lief direkt aufs Auto zu. Die Fahrzeuge hinter uns begannen bereits alle zurück zu setzen. Geistesgegenwärtig erinnerten wir uns jedoch an den Hinweis eines Guides, sich in einem solchen Falle nicht zu bewegen und schon gar nicht wegzulaufen oder im diesem Falle wegzufahren. So blieben wir wie erstarrt im Auto sitzen, bis der Elefant unser Auto fast berührte. Mit aufgestellten Ohren staubte er uns kurz ein, um dann abzudrehen und seinen Weg in die ursprüngliche Richtung fortzusetzen. Was für ein Moment!

Mit schwitzigen Händen erreichten wir schließlich das östliche Parktor und die direkt dahinter gelegene Lodge. Für Hannah und Nick gab es wie fast schon üblich eine Flasche Honeymoon-Sekt und anschließend leckeres Namibia-Barbecue :)

Sonntag, 21. August 2016

Etosha-Nationalpark

Wie bereits angekündigt stand heute der Etosha-Nationalpark auf unserem Tagesplan. Da man dort früh morgens und spät abends die besten Chancen auf Tiersichtungen hat, fuhren wir bereits vor 6 Uhr los und waren pünktlich zur Parköffnung (immer bei Sonnenaufgang) am Gate.

Aufgrund der hohen Erwartungen waren wir von den ersten Wasserlöchern etwas enttäuscht. Diese waren entweder ausgetrocknet oder es gab 'nur' diverse Antilopen zu sehen. Da jedoch bereits im Vorfeld bekannt war, dass man Glück und ordentlich Geduld benötigt, ließen wir nicht locker und wurden nach knapp 3 Stunden dann mit der ersten Gnu-Herde an einem Wasserloch belohnt. Als wäre der Nationalpark erst jetzt erwacht, ging es von da an Schlag auf Schlag: Zebra-Herden, Giraffen, Warzenschweine, Strauße, eine Hyäne und zum goldenen Abschluss eine große Elefantenherde mit jeder Menge Jungtiere! Etosha wie aus dem Bilderbuch.

Störend (wenn auch verständlich!) ist lediglich die Tatsache, dass man das Fahrzeug nie verlassen darf. Insbesondere für die Mädels auf der hinteren Sitzreihe, wird das nach einiger Zeit ganz schön unbequem... So machten wir uns mittags wieder auf den Weg zurück zur Lodge. Der König der Tiere sollte uns heute vorerst verborgen bleiben, aber wir haben ja glücklicherweise noch ein paar Tage.

In der Lodge erwartete uns neben dem kühlen Pool dann auch noch eine der Giraffen, welche sich wohl ab und zu den Weg zur Poolbar bahnt und sich dort ein wenig streicheln ließ. Mit ihrer rauen Zunge testete sie dann noch, ob ich auch wirklich nix leckeres zu futtern in den Händen hatte, bevor sie sich zurück auf den Weg zum Wasserloch machte. Dorthin folgten wir ihr dann auch, mit der Besonderheit, (Zitat Meli) dass wir die Eingezäunten waren und nicht die Tiere :)